Erstellt 01.03.09, 19:12h, aktualisiert 01.03.09, 21:34h
Das Duell der überaus mäßig in die Rückrunde gestarteten Teams bot eine Halbzeit lang einen Schlagabtausch, der an die packenden Fußball-Gipfel vergangener Tage erinnerte. Dabei glich Werder die spielerischen Vorteile der Münchner durch große Moral aus und ließ sich auch durch den umstrittenen Platzverweis nicht schocken. Zwar besaßen die Bayern ein Plus an Torchancen, doch blieben sie im Abschluss wie schon in den letzten Spielen den Nachweis von Klasse schuldig. Zudem besaßen die Hanseaten in dem wiedererstarkten Torsten Frings einen umsichtigen Organisator der Defensive. Und was dennoch aufs Tor kam, meisterte der großartig haltende Christian Vander.
Bei den Bayern hatte Coach Jürgen Klinsmann seine Elf umbauen müssen. Weil Luca Toni wegen seiner Achillessehnenbeschwerden wieder ausfiel, war Miroslav Klose zunächst einzige Spitze. Für den grippekranken Philipp Lahm spielte Ze Roberto linker Verteidiger.
In einer temporeichen Begegnung kämpften beide Mannschaften von Beginn an mit offenem Visier. In der 4. Minute verhinderten der Innenpfosten und Bayern-Keeper Michael Rensing beim Schuss von Mesut Özil das frühe 1:0 für Werder. Auf der Gegenseite warf sich Wiese-Ersatz Vander entschlossen Hamit Altintop entgegen (6.) und machte damit die erste Bayern-Chance zunichte. Auch nach der Roten Karte gegen Naldo, dessen Rempler gegen Bastian Schweinsteiger an der Strafraumgrenze Schiedsrichter Manuel Gräfe als Notbremse wertete, bekamen die Gäste das Spiel nicht wie erhofft in den Griff.
Nach Naldos Platzverweis rückte Patri Pasanen in die Innenverteidigung und machte seine Sache dort nicht schlecht, auch wenn die Bayern in der Endphase der ersten Halbzeit der Führung näher waren. Zweimal scheiterte Tim Borowski, dem im Hinspiel zwei Treffer gelungen waren, in aussichtsreicher Position. Erst zielte der Ex-Bremer knapp vorbei (36.), dann war Vander auf der Hut (41.).
Zur weiteren Belebung der Offensive schickte Klinsmann mit Wiederbeginn Lukas Podolski als zweiten Stürmer auf den Rasen und ließ Schweinsteiger in der Kabine. Bei seinem zweiten Einsatz in der Rückrunde konnte der künftige Kölner in einer schwächer werdenden Partie aber nur wenige Akzente setzen. Obwohl die Bayern das Geschehen immer deutlicher beherrschten, blieben Chancen Mangelware. Dagegen hätte Claudio Pizarro in der 72. Minute für Werder alles klar machen müssen, als er völlig frei vor Rensing am Tor vorbei zielte. (dpa)
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