Schriftgröße

Hanfplantagen

Mit Minihelikopter auf Drogenjagd

Erstellt 28.04.09, 21:01h

Mit unbemannten Mini-Hubschraubern will die niederländische Polizei versteckte Cannabisplantagen aufspüren. Oft werden Anpflanzungen etwa in Maisfeldern versteckt. Die "Cannachopper" genannten Drohnen können über mehrere Stunden in der Luft bleiben.

Cannabis-Helikopter
Bild vergrößern
Aus der Luft soll der Helikopter Anpflanzungen von Cannabis erkennen können. (Bild: dpa)
Cannabis-Helikopter
Bild verkleinern
Aus der Luft soll der Helikopter Anpflanzungen von Cannabis erkennen können. (Bild: dpa)
AMSTERDAM / ESSEN - Unbemannte Mini-Hubschrauber sollen der holländischen Polizei beim Aufspüren von Cannabis-Farmen und bei der Bekämpfung des Haschisch-Schmuggels helfen. Der erste „Haschisch-Helikopter“ wird derzeit in der an Nordrhein-Westfalen grenzenden Region Achterhoek (Provinz Gelderland) eingesetzt, teilte die Polizei mit. Das eigens entwickelte Fluggerät sei ausgerüstet mit Diagnose- und Überwachungsinstrumenten, die Hanfpflanzen aus der Luft erkennen können. Deutsche Drogenfahnder begrüßten den Einsatz ausdrücklich.

Hubschrauber zur Entdeckung von Hanfanpflanzungen, die zum Beispiel in Maisfeldern versteckt werden, hat auch schon das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt eingesetzt. Jedoch seien das herkömmliche Helikopter mit Besatzung gewesen, sagte Ulrich Schulze, Sprecher des Zollfahndungamtes Essen. „Mit den Mini-Hubschraubern gehen die Holländer jetzt neue Wege.“

Milliardengeschäft für holländische Haschbauern

Die Niederländer nennen die fliegenden Spürhunde „Cannachopper“ - eine Wortverbindung aus Cannabis und Chopper (englisch-umgangssprachlich für Hubschrauber). Ein „Cannachopper“ könne stundenlang in der Luft bleiben und sei enorm flexibel.

Nach Erhebungen des Rates der niederländischen Hauptkommissare ist der illegale Hanfanbau im Königreich längst zu einem „Milliarden-Exportgeschäft“ geworden. Der Profit habe 2008 nach Schätzungen fast die Hälfte der rund 4,5 Milliarden Euro betragen, die durch den Export von Blumen erwirtschaftet wurden. Nur zehn Prozent des in den Niederlanden erzeugten Haschisch und Marihuana werde über die „Coffeeshops“ vertrieben, wo Kunden geringe Mengen legal erwerben und rauchen dürfen. Der enorme „Rest“ werde ins Ausland geschmuggelt. (dpa)



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


RHEINLAND WETTER


Anzeige


Bildergalerien


Videonews Welt


Rundschau-Forum


Rundschau-Service


Ihre Top-Artikel



SERVICE



Extra


Dienste