Erstellt 28.04.09, 21:01h
Hubschrauber zur Entdeckung von Hanfanpflanzungen, die zum Beispiel in Maisfeldern versteckt werden, hat auch schon das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt eingesetzt. Jedoch seien das herkömmliche Helikopter mit Besatzung gewesen, sagte Ulrich Schulze, Sprecher des Zollfahndungamtes Essen. „Mit den Mini-Hubschraubern gehen die Holländer jetzt neue Wege.“
Milliardengeschäft für holländische HaschbauernDie Niederländer nennen die fliegenden Spürhunde „Cannachopper“ - eine Wortverbindung aus Cannabis und Chopper (englisch-umgangssprachlich für Hubschrauber). Ein „Cannachopper“ könne stundenlang in der Luft bleiben und sei enorm flexibel.
Nach Erhebungen des Rates der niederländischen Hauptkommissare ist der illegale Hanfanbau im Königreich längst zu einem „Milliarden-Exportgeschäft“ geworden. Der Profit habe 2008 nach Schätzungen fast die Hälfte der rund 4,5 Milliarden Euro betragen, die durch den Export von Blumen erwirtschaftet wurden. Nur zehn Prozent des in den Niederlanden erzeugten Haschisch und Marihuana werde über die „Coffeeshops“ vertrieben, wo Kunden geringe Mengen legal erwerben und rauchen dürfen. Der enorme „Rest“ werde ins Ausland geschmuggelt. (dpa)
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