Erstellt 13.05.09, 21:44h
Auf einen Neubau wollen Forscher aus aller Welt aber nicht warten, um wieder auf Kölner Archivalien zuzugreifen. Mehr als 100 Wissenschaftler aus Japan haben einen offenen Brief an die Stadt Köln und das Land NRW unterzeichnet. Sie wollen damit erreichen, dass möglichst bald wieder Dokumente, die bei der Einsturzkatastrophe am Waidmarkt verschüttet wurden, genutzt werden können.
„Die Archivalien stellen die Grundlage der Geistes- und Sozialwissenschaften dar“, heißt es in dem Schreiben, das auf eine Initiative von zwei ehemaligen und einem aktuellen japanischen Doktoranden der Universität Bonn zurückgeht: Dr. Yuki Ikari, Hideyuki Takatsu, der inzwischen an der Waseda-Universität in Tokio arbeitet, und Shuhei Inoue.
Stadt und Land müssten das Archivgut „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln“ sichern, den baldigen Wiederaufbau des Archivs betreiben und die Digitalisierung der Dokumente vorantreiben, heißt es in dem Brief. Ein provisorischer Lesesaal mit Zugang zu Mikrofilmen sowie digitalisierten Archivalien müsse schnellstmöglich eingerichtet werden, „damit viele zwangsweise ruhende Forschungsprojekte zügig fortgesetzt werden können“. (mfr)
Ersatz für Archiv: FDP für Neubau an der Severinstraße
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