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Overath / Odenthal

Bergische Biere im Visier

Erstellt 19.05.09, 12:15h

Seit drei Jahren vertreibt der Einzelhändler Dietmar Tönnies sein auch beim Deutschen Patentamt eingetragenes „Odenthaler Landbier“. Damit soll nun Schluss sein. Zumindest wenn es nach dem Kölner Brauer-Verband geht.

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Ärger um das kühle Bier. (Archiv-Bild: dpa)
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Ärger um das kühle Bier. (Archiv-Bild: dpa)
OVERATH / ODENTHAL. Der Kölner Brauer-Verband hat dem Einzelhändler aus Odenthal im Bergischen Land eine Unterlassungserklärung geschickt. Darin wird Tönnies untersagt, sein Bier weiterhin „Odenthaler Landbier“ zu nennen, weil es nicht in Odenthal, sondern in Korschenbroich gebraut wird. Darauf hatte Tönnies allerdings auf den Flaschen ebenso hingewiesen wie auf sämtlichen Werbemitteln.

20 000 Bierdeckel müssen in den Müll

Auch der Overather Gastwirt Kai Engelke, der vor zwei Wochen unter dem Namen „Glockengießer“ ein „Overather Stadtbier“ vorgestellt hatte, erhielt eine Unterlassungserklärung vom Kölner Brauerei-Verband. Demnach muss er für „jeden Fall der Zuwiderhandlung“ dem Brauerei-Verband 10 000 Euro zahlen. Engelke hat einen Anwalt eingeschaltet, will aber nicht gegen die Unterlassungserklärung vorgehen: „Das bringt nichts“, sagt er. 20 000 bereits bedruckte Bierdeckel und 3000 Gläser werde er wohl wegschmeißen müssen, so der Wirt, der sein Bier künftig nur „Glockengießer“ nennen will. Auch Einzelhändler Dietmar Tönnies hat einen Fachanwalt beauftragt. Der soll nun weitere rechtliche Schritte prüfen. (wg / amb)



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