Erstellt 23.05.09, 07:09h
Hegeringe sind die untergeordneten Abteilungen der Landesjägerschaft. Deren Aufgabe sei es, in unserer Kulturlandschaft dafür zu sorgen, dass der Wildbestand theoretisch immer gleich bleibt, erklärt Linden. Eingriffe des Menschen und günstige Lebensbedingungen könnten dafür sorgen, dass bestimmte Tiere sich stark vermehren, so der Fachmann. Mit milden Wintern und flächendeckendem Anbau von Futtermais sei etwa die Wildschweineschwemme erklärbar.
Aber auch der Fuchs fühlt sich wohl, er kann sich von toten Tieren an den Straßen aber auch von Müll ernähren, weiß Linden. Und fällt einmal dichter Schnee, werde auf der Deponie täglich frischer Müll oben draufgeschüttet.
Dass das im Kinderlied besungene Schießgewehr nicht das einzige Werkzeug im Kampf gegen Überpopulationen, kranke oder verletzte Tiere ist, zeigte der Hegering am Vatertag: Geschulte Greifvögel von der Station Hagard wurden ebenso präsentiert wie mehr als 50 verschiedene Jagdhunderassen. Jagdhunde sind unser Garant für tierschutzgerechtes Jagen, betont Jagdhundeobmann Linden und erklärt warum: Sie sind vielseitige Helfer vor und nach dem Schuss. Werde etwa ein Tier nach einem Unfall im Straßenverkehr schwer verletzt und laufe in Panik davonlaufen, könnten die Menschen das leidende Tier ohne die Hunde nur schwer finden, egal wie groß unsere Nasen sind.
Und nicht nur das Wohl der Tiere, sondern auch der Wald ist der Jäger-schaft wichtig, wie der Hegering mit der Gagelstrauchfläche zeigte. Vor mehr als 20 Jahren konnten einzelne der auf der roten Liste stehenden Gagelsträucher gerettet und nun zu einem deutschlandweit bedeutenden Vorkommen kultiviert werden. (th)
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