Von BERT MARK, 15.06.09, 23:00h
Nach 6:20 Stunden
erst im Ziel
In den Wettbewerb eingebettet waren wie immer auch die Ligawettkämpfe der Senioren und der Masters. Hier erkämpften die Mannschaften aus der Region mehrere Spitzenplätze. Bei den Masters (über 45 Jahre) gewann das Aegidienberger Team der Tri Power Rhein-Sieg die Wertung, weil Leon Söntjens (11. in 3:30:22), Herbert Weilguni (12. in 3:30:28) und Bernd Wüster (16. in 3:32:33) die ausgeglichenste Truppe stellten.
Zweite wurden die SSF Bonn mit Jörg Buhs (9. in 3:27:10), Jörg Klocke (10. in 3:29:33) und Thomas Fuchs (23. in 3:36:32), die Zweitvertretung der SSF kam noch auf Rang neun mit Joachim Schulz (17. in 3:35:21), Joachim Welter und Uwe Gersch (beide zeitgleich 31. in 3:41:20).
Bei den Senioren (über 35 Jahre) mussten sich die SSF als Zweite nur Witten geschlagen geben. Sie starteten mit René Göldner (2. in 3:11:43), Berthold Balg (3. in 3:12:37), Thorsten Pütz (9. in 3:15:46) und Andreas Rehn (18. in 3:22:30). Die SSF mussten sich mit Platzziffer 32 nur ganz knapp dem Team Witten (Platzziffer 30) geschlagen geben. Das Bronny Team des veranstaltenden Polizei SV Bonn folgte direkt dahinter auf Rang drei mit Frank Emde (8. in 3:14:38), Frank Kugelmeier (10. in 3:16.19), Thomas Hartung (12. in 3:17:17) und Winni Penno (15. in 3:18:29).
Die Tri Power Rhein-Sieg wurden Elfte mit Andreas Diehl (22. in 3:24:57), Jürgen Freiberg (36. in 3:33:53), Volker Stautz (56. in 3.43:27) und Thomas Hahn (57. in 3:44:01). Auf Rang 13 folgte noch die Zweitvertretung des PSV mit Stefan Simovics (33. in 3.32:05), Jan Reche (58. in 3:46:03), Günther Gies (62. in 3:48:14) und Peter Südbeck (72. in 3.55:22).
Dass der Bonn Triathlon eben auch immer ein Mekka für absolute Hobbysportler ist, beweist ein Blick in den hinteren Teil der Ergebnislisten. Hatte der Sieger Maik Twelsiek (Dresden) den Wettkampf schon nach knapp 2:50 Stunden beendet, brauchte der letzte gewertete Finisher weit mehr als die doppelte Zeit: Er war nach 6:19:49 im Ziel - mehr als 40 Minuten hinter dem Vorletzten (5:38:14).
Eine bemerkenswerte Leistung zeigte der älteste Starter im Feld: Der über 80-jährige Alfred König (Triathlon Nonstop Köln) brauchte nur 5:07:18, ließ noch 13 andere Triathleten hinter sich. Vor allem seine Zeit auf dem Rad war mehr als respektabel, als er die 60 km in 2:35 Stunden abspulte - ein Schnitt von mehr als 23 Stundenkilometern auf der harten Strecke mit fast 800 Höhenmetern.
Auch wenn die Organisation des PSV wieder reibungslos vonstatten ging, blieben den Verantwortlichen einige Schrecksekunden nach dem Schwimmen doch nicht erspart. Alle Athleten hatten zwar augenscheinlich den Rhein verlassen, aber in der Wechselzone standen noch vier herrenlose Rennräder. Nachfragen bei der Wasserschutzpolizei und den Begleitbooten der Schwimmer brachten zunächst keine Aufklärung, ehe sich das Rätsel nach und nach löste: Zwei Athleten hatten direkt nach dem Schwimmen aufgegeben, ihre Räder aber nicht gleich entfernt; einer kam aus dem Wasser, entdeckte an seinem Renner einen platten Reifen - und gab ebenfalls auf; dem vierten war schon vor der Abfahrt des Busses zum Schwimmstart unwohl geworden, er wurde zur Beobachtung in ärztliche Behandlung gebracht.
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