Erstellt 30.04.09, 19:36h
Der Bürgermeister von Piacenza, Luigi Viana, hatte zuvor bereits Todesopfer ausgeschlossen, nach möglichen Vermissten werde jedoch noch per Helikopter gesucht. Der Chef des italienischen Zivilschutzes, Guido Bertolaso, dirigierte vom Erdbebengebiet Abruzzen aus die Rettungsarbeiten.
Ein Pfeiler der Brücke, die noch am Vortag nach einem Unfall vier Stunden gesperrt gewesen war, hatte gegen ein Uhr mittags nachgegeben und einen Teil der Brücke zum Einsturz gebracht. Vier Autos seien ineinander in die V-förmig eingeknickte Brücke gerutscht. Die Wageninsassen hätten zum Teil versucht, aus ihren Autos wieder nach oben zu klettern. Der bisher einzige Schwerverletzte sei an seiner Autotür über dem reißenden Fluss hängengeblieben und konnte erst in letzter Minute gerettet werden.
Unfall durch Hochwasser verursacht
Nach Ansicht der italienischen Straßenbetriebsgesellschaft ANAS wurde der Unfall durch das Hochwasser verursacht. Der Po war durch die starken Regenfälle der vergangenen Tage auf vier Meter über den Normalstand angeschwollen.
Entgegen ersten Berichten, nach denen der italienische Zivilschutz aus Sicherheitsgründen den gesamten Eisenbahnverkehr zwischen Nord- und Süditalien unterbrochen hatte, war der Schienenverkehr am Nachmittag wieder normal, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Zunächst war befürchtet worden, dass vom Fluss mitgerissene Zementbrocken des eingestürzten Pfeilers andere Brücken beschädigen und damit gefährden könnten. (dpa)
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige