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Neue Tests zum Nachweis der Schweinegrippe

Erstellt 02.06.09, 22:24h, aktualisiert 03.06.09, 12:16h

Die Schweinegrippe breitet sich in der Welt weiter aus. In Deutschland stieg die Zahl der Fälle um 3 auf insgesamt 35 an. Neue Test erleichtern künftig die Diagnose der Krankheit.

Hamburg - Die Schweinegrippe breitet sich in der Welt weiter aus. In Deutschland stieg die Zahl der Fälle um 3 auf insgesamt 35 an. Neue Test erleichtern künftig die Diagnose der Krankheit.

Ägypten meldete seinen ersten Fall dieser neuen Grippe. Eine zwölfjährigen Amerikanerin ägyptischer Herkunft sei erkrankt, teilte Gesundheitsminister Hatem al-Gabali mit. Das Mädchen sei aus den USA via Europa nach Ägypten geflogen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) registrierte bis Dienstagabend 18 965 Fälle in 64 Ländern. Die bei weitem meisten der 117 Toten stammten aus Mexiko.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) stellte zwei neue Tests für Schweinegrippe vor. Selbst wenn die Symptome schon abgeklungen oder kaum vorhanden sein sollten, könne damit im Nachhinein das neuartige H1N1-Virus sicher diagnostiziert werden. «Dadurch können wir die mögliche Verbreitung besser abschätzen und Präventionsstrategien gezielt weiterentwickeln», sagt RKI-Präsident Jörg Hacker.

Die beiden neuen Tests weisen Antikörper im Blut nach. Diese werden im Rahmen der Immunabwehr nach der Infektion gebildet und sind über Monate oder Jahre vorhanden. Die neuen Tests ergänzen das etablierte Verfahren zur Diagnose akuter Infektionen, das auf der sogenannten Polymerasekettenreaktion (PCR) beruht und das Erbgut der Viren nachweist.

Von den drei neuinfizierten Deutschen stammt ein 17-jähriger Schüler aus Bayern. Er steckte sich in einem englischen Internat mit der Schweinegrippe an. Der Jugendliche aus dem Landkreis Starnberg halte sich zurzeit bei seiner Familie in Bayern auf, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen mit. Inzwischen sei er auf dem Weg der Besserung. Zudem hat sich eine junge Frau aus Gütersloh infiziert, die aus einem USA-Urlaub zurückgekehrt war. Dort infizierte sich auch ein 27 Jahre alter Student aus Thüringen, der in eine Klinik nach Eisenberg gebracht wurde.

(dpa)


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