Erstellt 07.07.09, 16:45h
Zwar mussten etwa 230 Arbeiter der Zuckerfabrik, die heute noch in der Sortenherstellung, Verpackung und Vertrieb beschäftigt sind, in die Kantine und den Außenbereich evakuiert werden. Aber es wurde niemand verletzt.
Gegen 8.45 Uhr war das Feuer im Bereich des Filters der elektrischen Rauchgasanlage entstanden. Durch Funkenflug bei Trennarbeiten an den Schrauben der Blechverkleidung sei eine darunterliegende Dampfbremse, wie sie auch für den Dachausbau von Wohnhäusern verwandt werde, in Brand geraten, sagte Marcel Schröder von der Firma Liesegang, die für diesen Teil des Rückbaus verantwortlich ist.
„Die Arbeiter haben sofort einen Wasserschlauch reingehalten“, schildert Schröder. Dennoch sei die glimmende Folie zwischen Blech und Folie gekrochen und habe die Isolierung in Brand gesetzt. Die ausführenden Arbeiter treffe keine Schuld an dem Unfall, denn mit einer Dampfbremse unmittelbar hinter den Blechen habe keiner rechnen können, sagte Schröder. Ein solcher Aufbau sei bei solchen Filterkonstruktionen sonst nicht anzutreffen. „Das haben wir noch nie erlebt“. „Der Schaden hält sich in Grenzen, das Kesselhaus wird ja ohnehin abgerissen“, waren sich Wolfgang Wirtz und Gerhard Finkler, die Leiter des Produktionsstandortes, einig. Gegen Mittag brachten die Feuerwehrleute unter Leitung von Wehrführer Wolfgang Lorenz das Feuer unter Kontrol le. (otr)
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