Von PETER HEUCHEMER, 08.07.09, 07:18h
Es geht bei den Angeboten aber nicht nur um Studiensemester im Ausland, erklärte Emily Senf von der Fachschaft. Die Besucher können sich beispielsweise auch über Auslandspraktika und Freiwilligendienste informieren. Dementsprechend breit gefächert war auch die Palette der teilnehmenden Institutionen und Vereine. Dabei war natürlich das International Office der Universität selbst, in dem sich Interessierte über die fakultätsübergreifenden und fächerspezifischen Angebote wie das durch die EU geförderte Erasmus-Programm oder einen Direktaustausch mit einer anderen Hochschule informieren konnten. Als eine Art übergreifendes Portal funktioniert das Informationsnetzwerk Eurodesk, das sich an einem weiteren Stand präsentierte. Es führt selbst keine Maßnahmen durch, bietet aber im Internet unter www.rausvonzuhaus.de viele Informationen über die verschiedenen Programme anderen Institutionen.
Wer seine Zeit dem Engagement für eine gute Sache widmen möchte, der konnte sich beispielsweise bei Service Civil International über das Angebot von Workcamps kundig machen. Wir bieten zwei- bis vierwöchige Aufenthalte in 80 verschiedenen Ländern, sagte Sabine Joo, Mitarbeiterin bei SCI. Dabei können sich Jugendliche ab 18 Jahren in sozialen, ökologischen und kulturellen Projekten mit Teilnehmern aus verschiedenen Ländern engagieren.
Wie man an eines der begehrten Stipendien des Deutschen Akademischen Austausch Dienstes (DAAD) kommt, erklärte Mitarbeiterin Sarah Mayer: Die Bewerber brauchen ein hohes Maß an Eigeninitiative, sagte sie am Infostand des DAAD. Außerdem sollten sie mit den Vorbereitungen bereits ein bis eineinhalb Jahre vorher beginnen. Bei der Auswahl der Länder stünden nach wie vor die USA hoch im Kurs. Gleichzeitig gebe es aber auch viele Studenten, die die ausgetretenen Pfade verließen und sich an einen Aufenthalt in exotischeren Ländern wagten, beispielsweise Indien.
Alle Gesprächspartner bestätigten indes, dass die Gesamtzahl der Studenten, die ins Ausland gingen, rückläufig sei. Verantwortlich seien die neuen Bachelorstudiengänge, die den Studierenden zu wenig Zeit und persönlichen Freiraum ließen. Sarah Mayer rät ihnen dennoch zum Mut zum Auslandsaufenthalt: Auch wenn man schlimmstenfalls ein Semester daheim verlieren sollte, die Erfahrungen und Kompetenzen die man in der Ferne erwirbt, sind unbezahlbar.
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