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Es gibt auch Bier von Hawaii

Erstellt 16.07.09, 07:18h

Bier, so stark wie schwerer Rotwein, Homer Simpsons „Duff“ aus Springfield und Papst-Bier aus Bayern. Auf der 14. Bonner Bierbörse ist wieder für Abwechslung in Alkohol...

BONN. Bier, so stark wie schwerer Rotwein, Homer Simpsons „Duff“ aus Springfield und Papst-Bier aus Bayern. Auf der 14. Bonner Bierbörse ist wieder für Abwechslung in Alkohol gesorgt: 700 Sorten Bier von 85 Brauereien und Bierverlegern rücken an. Dieses Mal kommt sogar eine ganz Brauerei und braut Box-Bier - ein naturtrübes Obergäriges - vor den Augen der Besucher im zehn mal sechs Meter großen Brauerei-Wagen.

Kein Spezialticket

für Bus und Bahn

Vom 24. bis zum 26. Juli findet in der Rheinaue wieder die Bierbörse statt. Freitags und Samstag dreht sich jeweils von 15 bis 24 Uhr alles um den Gerstensaft, am Sonntag ist der Ausschank von 15 bis 21 Uhr geöffnet.

Dass die Bierbörse aber nicht ein alkoholseliges Fest ist, darauf legt Organisator Werner Nolden (Kölner Lichter) großen Wert: „Wir haben ein Programm für die ganze Familie.“ So das Sommerfeuerwerk am Freitagabend ab 22.30 Uhr. „Dieses Jahr ganz in Silber“, verspricht Pyrotechniker Torsten Sauer, der bereits dieses Jahr die Kölner Lichter zündete (siehe nebenstehenden Kasten).

Stargast am Sonntagabend ist Guildo Horn mit seiner Band „Die orthopädischen Strümpfe“. „Guildo wird zwei Stunden hier singen und wieder eine tolle Show liefern“, ist sich Nolden sicher (siehe auch „Programm“).

Rund 150 000 Besucher erwarten die Veranstalter in den Rheinauen. „Wenn wir keinen Regen haben, können es sogar 200 000 sein“, sagt Werner Nolden. Um den Besucheransturm zu regeln, wird die Ludwig-Erhard-Allee zum Parkplatz ausgewiesen, Sonderbusse- und bahnen fahren. Ein Bierbörsen-Ticket, wie in den vergangenen Jahren, wird es diesmal nicht geben. „Die Gültigkeit war nur auf Bonn beschränkt, das bringt es nicht, viele Besucher aus dem Umland können das Ticket gar nicht nutzen“, erklärt Nolden.

Ein weiteres Problem der Großveranstaltung: der Müll. „Wir setzen konsequent auf Mehrweg“, so Veranstalter Nolden. An allen Verzehrstationen werden Teller und Geschirr gegen Pfand ausgegeben, ebenso natürlich die Bierkrüge. „Anders ist dem Müll nicht Herr zu werden“, sagt Werner Nolden und betont: „Wir sind eine privat organisierte Veranstaltung, von der Stadt bekommen wir keine Hilfe.“

Neben all den Superlativen gibt es auf der Bierbörse auch die kleinen Besonderheiten, die die Veranstaltung auch für Sammler interessant machen. So das Ginseng-Bier aus Niedersachsen, das Mongolen-Bier aus Köln, das dunkle Stout aus Kanada oder die zahlreichen Fruchtbiere aus Belgien. „Außerdem“, räumt Nolden mit einem verbreiteten Vorurteil auf: „Wir haben auch Bier von Hawaii“. (lub)



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