Schriftgröße

Marsch durch Rhein-Sieg

Zeichen für eine gentechnikfreie Welt

Von Klaus Heuschötter, 19.07.09, 20:06h

Seit einem Monat ist er unterwegs, vor einigen Tagen hat der in Berlin gestartete „Genfrei Gehen"-Marsch mit Bio-Pionier Joseph Wilhelm auch den Rhein-Sieg-Kreis erreicht.

Gentech-Hirse
Bild vergrößern
Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und insbesondere Lebensmittel sind umstritten. (BIld: dpa)
Gentech-Hirse
Bild verkleinern
Gentechnisch veränderte Pflanzen, Tiere und insbesondere Lebensmittel sind umstritten. (BIld: dpa)
Rhein-Sieg - Seit einem Monat ist er unterwegs, vor einigen Tagen hat der in Berlin gestartete „Genfrei Gehen"-Marsch mit Bio-Pionier Joseph Wilhelm auch den Rhein-Sieg-Kreis erreicht. Gut 50 Teilnehmer unter Capes und Schirmen brachen in Süchterscheid bei Windeck zur 30. Etappe auf. Vom strömenden Regen ließen sich die Wanderer nicht entmutigen, auch nicht vom kleinen Fehlstart in die verkehrte Richtung. Zu gewichtig ist dafür die Motivation, öffentlich ein Zeichen für eine gentechnikfreie Welt zu setzen.

Mehr als 2500 Gleichgesinnte haben Wilhelm nach Angaben der Organisatoren bisher abschnittsweise begleitet. Elfriede Hintz zählte zu den Neueinsteigern. Die 48-Jährige aus Hermannsdorf bei München war eigens mit dem ICE angereist, um für zwei Tage dabei zu sein. „Eine oder zwei Etappen", das hatte sich auch Elke Schmidt (51) aus Königswinter vorgenommen. Ziel nach etwa 25 Kilometern war am Freitagabend das Reitergut Heiderhof in Königswinter. Am Samstagmittag erreichten die Genfrei-Geher den Bonner Münsterplatz, wo eine Veranstaltung mit Live-Musik und Vorträgen zum Thema Gentechnik stattfand. Heute zieht der Tross von Bonn über Heimerzheim, wo die Mittagspause geplant ist, nach Friesheim im Rhein-Erft-Kreis weiter.

Ziel der Wanderschaft ist nach 971 Gesamtkilometern am 30. Juli die Europa-Hauptstadt Brüssel. Dort wird eine Unterschriftenliste an das EU-Parlament übergeben. „Die viel gepriesene Koexistenz von konventioneller, ökologischer und gentechnisch veränderter Landwirtschaft gibt es nicht, die Agro-Gentechnik schafft unumkehrbare Realitäten, deren Ernten schließlich auf unseren Tellern landen", sagt Joseph Wilhelm (55), der sich schon seit über drei Jahrzehnten dem biologischen Landbau widmet und Mitgründer der Rapunzel Naturkost AG mit Sitz in Legau / Allgäu ist.

Der Unternehmer zieht keineswegs verbittert durch die Lande. Er will seine Botschaft mit Freude verbreiten und macht denn auch Späße: „Der Weg ist überparteiisch, überkonfessionell und übergalaktisch."

Applaus spendeten seine Mitstreiter den Ehepaaren Till und Rita Hüsgen und Susanne Hüsgen und Hans Ulrich Günther, die die Gruppe am Vorabend verköstigt hatten, selbstredend mit genfreien Lebensmitteln, und auf ihrem Grundstück campieren ließen. Das seit 30 Jahren existierende Biohaus und die Biolandgärtnerei der Hüsgens in Süchterscheid war natürlich eine prädestinierte Übernachtungsadresse für „Genfrei-Gehen".

 www.genfrei-gehen.de



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Anzeige




Rundschau-Spezial


Rundschau-Wahl


Bildergalerien


Handball exklusiv



Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Rundschau-Service


Rundschau-Service


rundschau-schulfinder

Finden Sie die passende Schule für Ihr Kind

Stadt:
und
PLZ:
und / oder Schulform
Gymnasium
Hauptschule
Realschule
Gesamtschule


Lokalsport


Rundschau-Forum


RHEINLAND WETTER


Top-Links (Anzeige)



Extra