Erstellt 22.07.09, 07:18h
Anlass für diesen Hinweis des Umweltamtes sind die Ergebnisse von Grundwasseruntersuchungen, die jetzt im Umfeld eines früheren Gewerbestandorts durchgeführt wurden. Im Pennenfeld zeigte sich dabei eine deutliche Verunreinigung des Grundwassers mit leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen (LHKW), die als Löse-, Reinigungs- und Entfettungsmittel eingesetzt wurden. Dazu gehören Substanzen wie Tetrachlorethen, Dichlorethen, Vinylchlorid und andere.
Obwohl grundsätzlich die Nutzung des Brunnenwassers für den menschlichen Gebrauch nicht vorgesehen ist, weist die Stadt darauf hin, dass zum Beispiel Planschbecken nicht damit gefüllt werden sollten. Nur bei sehr hohen Belastungen sollte vorsorglich auch auf die Bewässerung der Pflanzen verzichtet werden.
Eigentümer von Gartenbrunnen, die der Behörde bekannt sind - das sind nach Angaben des städtischen Presseamtes rund 50 im ganzen Stadtgebiet - , wurden bereits informiert und das Wasser untersucht.
So können in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt individuelle Empfehlungen gegeben werden. Möglicherweise gibt es jedoch weitere Gartenbrunnen, die nicht bekannt sind. Die Betreiber dieser Brunnen werden gebeten, sich beim Umweltamt zu melden, damit abgeklärt werden kann, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.
Da nicht auszuschließen ist, dass auch anderswo im Stadtgebiet punktuelle Belastungen bekannt werden, empfiehlt die Stadt grundsätzlich allen Betreibern von Gartenbrunnen, diese zu melden. Kontaminationen des Grundwassers im städtischen Bereich seien nicht selten, da die vielfältige gewerbliche Nutzungsgeschichte ihre Spuren hinterlassen hat.
Die Stadt untersucht das Grundwasser entweder im Zusammenhang mit einer bekannten Altlast oder im flächendeckenden Grundwassermonitoring. Die Untersuchung ist laut Stadt kostenlos für Besitzer von Gartenbrunnen, die das Grundwasser für den häuslichen Gebrauch, also für die Bewässerung ihres Gartens, nutzen. (EB)
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