Von PETER HEUCHEMER, 29.07.09, 07:18h
Dort sollten durch von den Schülern selbst gestaltete Projekte aus Bereichen wie Sport, Medien, Kunst und Kreativität oder Fremdsprachen das eigenverantwortliche Arbeiten sowie Kompetenzen wie Kreativität, Pünktlichkeit oder Teamfähigkeit trainiert werden. Neben dem Camp in Bad Honnef fanden zwei weitere in Höxter und Bad Driburg mit zusammen über 100 weiteren Teilnehmern statt. Auf einer Abschlussveranstaltung in der Waldau zogen die Organisatoren gestern eine Bilanz des Projekts, das im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll.
Oberstes Ziel ihrer Arbeit sei es, so Mortimer von Plettenberg, Mitbegründer von Teach First Deutschland, die Chancengleichheit unter den Schülern zu verbessern. Wir richten uns an Jugendliche, die nicht so gut in der Schule sind und Unterstützung benötigen."
Es gehe allerdings nicht um schulisches Nacharbeiten, sondern darum, die Persönlichkeit der Jugendlichen zu stärken und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen, wie Wilke Ziemann von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung erklärte. Das hilft ihnen auf ihrem gesamten weiteren Weg", fügte er hinzu. Ingo Bohlken, verantwortlich für das Marketing bei der Post, sagte, sein Konzern sehe die Beteiligung an dem Projekt als eine gesellschaftliche Verantwortung, die man gerne materiell und kommunikativ unterstütze.
Zusätzlich präsentierte von Plettenberg auch das neue Bildungskonzept der Fellows". Dies sind Hochschulabsolventen, die nach einer Ausbildung von drei Monaten, zu der auch die Arbeit in einem der Sommercamps gehört, an Haupt- und Realschulen, besonders in sozialen Brennpunkten, eingesetzt werden sollen, um die regulären Lehrkräfte zu unterstützen.
Natürlich hatten gestern nicht zuletzt die Schüler selbst Gelegenheit, die Ergebnisse ihrer Arbeit zu präsentieren, zum Beispiel einen Film über das Camp und ein Kochbuch zur gesunden Ernährung - beides von der Ausarbeitung des Konzepts bis zum fertigen Produkt von den Jugendlichen selbst gemacht. Oder aber das Theaterstück Verkehrte Welt", in dem auch Sabrina und Annika mitspielen. Wir haben uns alles selbst ausgedacht, von den Rollen bis hin zu den Tänzen und Kostümen", erzählten die beiden stolz. An der ersten Runde des Camps hatten aus organisatorischen Gründen nur Kinder von Postmitarbeitern teilgenommen. In den kommenden Jahren wird sich das ändern, dann können sich alle Schüler bewerben", versicherte Bohlken.
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