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„Box-Gym“ soll im Keller entstehen

Von GREGOR RITTER, 30.07.09, 07:03h

Nach den Ferien sollen die Jugendlichen an der Buchenhöhe die Boxhandschuhe schnüren können. Zwar ist die Einrichtung eines separaten Raums für diese sportliche Aktivität noch...

KERPEN-HORREM. Nach den Ferien sollen die Jugendlichen an der Buchenhöhe die Boxhandschuhe schnüren können. Zwar ist die Einrichtung eines separaten Raums für diese sportliche Aktivität noch nicht in trockenen Tüchern, aber die Stadt hat laut der Integrationsbeauftragten Annette Seiche bereits Ausrüstung wie Schlagabsorber bestellt und kann ab Wiederbeginn der Schulzeit zwei Termine für die Nutzung einer Sporthalle bereitstellen.

Viele der Jugendlichen aus den Häusern 4 bis 9a stünden „unter Dampf“, so Seiche, da sei eine solche Gelegenheit, überschüssige Energie und Aggressionen abzubauen, äußerst willkommen. Ferner ist möglich, Fußball und Badminton in der Halle anzubieten.

Ende vergangenen Jahres hat das Quartiermanagement an der Buchenhöhe die Arbeit aufgenommen, jeden Wochentag stehen mittlerweile Mitarbeiter des Kinderschutzbunds den Kindern bei der Hausaufgabenbetreuung zur Seite, nach den Ferien soll das Angebot auf ältere Schüler ausgeweitet werden. Ferner bieten städtische Kräfte Beratung in allen Lebenslagen an, werden Deutschkurse und ein Frühstück für Frauen abgehalten, und Kinder können auf der Wiese Fußball spielen.

Von vielen Bewohnern bei der vorangegangenen Umfrage war das Box-Gym angeregt worden, für das die Hausmeisterräume im Keller genutzt werden könnten. Auch hier will sich die Wohnungsbaugesellschaft LEG, die die Wohnung für das Quartiermanagement mietfrei zur Verfügung stellt, beteiligen, 25 000 Euro sind laut Seiche für Umbau und Einrichtung zugesagt. Die Planung soll die Stadt schultern, deren Fachleute haben jedoch gerade mit der Umsetzung des Konjunkturprogramms II alle Hände voll zu tun. Vielleicht bis zur letzten Sitzung des Sozialausschusses in dieser Legislaturperiode am 2. September, so hofft die Integrationsbeauftragte, könne das Konzept für den Umbau vorgestellt werden. Wichtig ist, dass die Jugendlichen sich an den Arbeiten am Sportraum beteiligen.

Da ist Seiche guten Mutes: Bis zu 15 junge Menschen könnten spontan dazu zusammengetrommelt werden, was sie auch auf das Wirken von Ali Özbey, dem Vertreter der Ausländerbehörde Kerpen vor Ort, zurückführt. Alle reagierten sehr positiv auf seine Art, bei Konflikten zu vermitteln, lobt Seiche.

Rund 25 Prozent der rund 700 Menschen, die in rund 200 Haushalten zusammenleben, haben sich bereits vor Ort von der Stadt beraten lassen, schätzt Seiche, bei der Hausaufgabenbetreuung seien alle drei Räume der Wohnung voll besetzt. Das erste Jahr diene vor allem der Konsolidierung, betont die Integrationsbeauftragte. Es sei zunächst wichtig, den Bewohnern klarzumachen, dass sich alle Beteiligten für die Buchenhöhe langfristig engagieren.

Später dann könnte ein weiteres von den Mietern favorisiertes Ziel in Angriff genommen werden: eine Boutique für Second-Hand-Kleidung. Dafür fehlt jedoch derzeit der Raum, der Keller ist aus brandschutztechnischen Gründen nicht geeignet.



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