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Schweinegrippe-Prognose

Jeder Dritte wird erkranken

Von Eveline Kracht, 30.07.09, 22:45h

Das Gesundheitsamt rechnet damit, dass jeder dritte Kölner an der Influenza A/H1N1 erkranken wird - jedoch nicht alle zur gleichen Zeit. Bei den meisten Infizierten verläuft die Grippe mild. Wen es erwischt hat, sollte sich zuhause aufhalten.

Schweinegrippe
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Die Schweinegrippe breitet sich in Köln aus: Laut Schätzung des Gesundheitsamtes wird jeder dritte Bürger erkranken. (Bilder: dpa, Montage: bes)
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Die Schweinegrippe breitet sich in Köln aus: Laut Schätzung des Gesundheitsamtes wird jeder dritte Bürger erkranken. (Bilder: dpa, Montage: bes)
Wenn der Verdacht auf Schweinegrippe besteht, sollten die betroffenen Patienten ihren Arzt umgehend telefonisch informieren, zur Vermeidung von Ansteckungen die Praxis aber nicht aufsuchen. Außerhalb der Sprechstundenzeiten sei die Ärztliche Notrufzentrale (Telefon 0180 50 44 100) zuständig, die auf die nächstgelegene Notfallpraxis hinweise, erläuterte Dr. Frieder Götz Hutterer, Vorsitzender der KV-Kreisstelle Köln, gestern Verhaltensmaßnahmen im Umgang mit der Schweinegrippe. Virusträger sollen sich nach den ersten Beschwerden sieben Tage in „häusliche Quarantäne“ begeben, empfohlen wird zum Schutz vor der leicht übertragbaren Grippe außerdem gründliches Händewaschen mit Seife sowie die Benutzung von Einmal-Taschentüchern beim Naseputzen.

Mittlerweile werde von einer H1N1-Infektion ausgegangen, wenn Kontakt zu einem Erkrankten bestand und typische Symptome wie Fieber (mindestens 38 Grad) und Husten aufgetreten sind, erklärte Gesundheitsamts-Chef Dr. Jan Leidel. Bis gestern gab es in Köln 110 bestätigte Fälle von Schweinegrippe, wobei die Dunkelziffer deutlich höher einzuschätzen sei. Mit der offiziellen Infektionszahl liege Köln im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten im Mittelfeld. Von den 110 Kölner Bürgern, die sich vor allem in Spanien und USA angesteckt haben, seien akut aber nur noch 20 bis 30 krank. Auch in Köln wird erwartet, dass etwa ein Drittel der Bevölkerung - „aber nicht alle auf einmal“ - an der Neuen Influenza A / H1N1 erkrankt. Leidel: „Die weltweite Epidemie wird sich im öffentlichen Leben der Stadt bemerkbar machen.“

Laut Vize-Amtschef Dr. Bernhard Schoenemann beträgt in Köln das Durchschnittsalter der Patienten (54 Prozent Männer) derzeit 23 Jahre. Der jüngste Patient war bisher zwei Jahre alt, der älteste 55 Jahre. Dies sei typisch, so Leidel: „Das Erkrankungsalter bei der Neuen Influenza A / H1N1 liegt deutlich niedriger als bei der saisonalen Grippe, von der vor allem über 60-Jährige betroffen sind.“ Bei einer telefonischen Befragung des Gesundheitsamtes hätten von den 34 Patienten 60 Prozent die Infektion als „leicht“ beschrieben, 30 Prozent als „mittel“, so Schoenemann. Acht Prozent empfanden die Schweinegrippe, die kurzzeitig mit hohem Fieber einhergehen kann, als „schwere“ Erkrankung.

Für medizinische Fragen hat die Stadt eine Hotline (221-24215) eingerichtet, die täglich (am Wochenende nur in dringenden Fällen) von 8-18 Uhr besetzt ist.



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