Von BERND F. HOFFMANN, 03.08.09, 19:20h
Diese Sorge hegen Roland Scheuermeyer, Dieter Schmeink, Andreas Pater und Detlev Scholz bestimmt nicht. Ihre Band heißt Paul und der Name ist garantiert ohne jede Bedeutung.
„Wir suchten vor unserem ersten Auftritt einen Namen und jeder sollte mal in sich gehen“, erzählt Rhythmusgitarrist Dieter. Der Output nach der inneren Einkehr ließ jedoch zu wünschen übrig. „Jeder kam mit irgendwelchen obskuren Namen, die keinem gefielen“, erzählt Bassist Andreas. Bis dann Multiinstrumentalist Roland buchstäblich der Kragen platzte: „Da können wir uns ja gleich Paul nennen“.
Gesagt, getan - wer jedoch denkt, Paul sei vielleicht ein Onkel oder sonstiger entfernter Verwandter von Roland, liegt falsch. „Der Name ist einfach so schön einsilbig“, erklärt Schmeink. Und im Bergischen Land seitdem praktisch ein Synonym für „Akustik-Rock“. So bezeichnet die Band ihren Stil, der aber nach eigener Aussage nichts mit der „unplugged“-Welle zu tun.
„Wir wollen einfach ein Gegenpol zu Rockkonzerten sein, nach denen einem die Ohren dröhnen“, erklärt Detlev. Der Sänger brachte die Sache im Jahre 2002 ins Rollen. Scholz traf Schmeink in dessen Motorradwerkstatt und sah dort eine elektrische Gitarre herumstehen. „Schmeiß das Ding doch mal an“, forderte Detlev forsch. Beim spontan intonierten Metallica-Klassiker „Nothing Else Matters“ reifte der Entschluss zur Bandgründung.
Anschließend suchten Scholz und Schmeink nach einem Schlagzeuger. Empfohlen wurden ihnen Roland Scheuermeyer, der zu einer Session vorbeikam. „Dummerweise stellte sich dabei heraus, dass Roland gar kein Schlagzeuger ist“, berichtet Dieter lachend. Doch wo der vermeintliche Trommler schon mal da war, konnte er doch gleich die Gitarre auspacken. „Das hat dann wunderbar geklappt“, erinnert sich Detlev.
Komplettiert wurde die Band dann durch Andreas Pater. Er war es auch, der Paul dann doch noch den „Beat“ beibrachte. Während der Konzerte spielt er neben dem Bass diverse Schlaginstrumente, darunter mit dem Cajón eine Art Taschenschlagzeug.
Viel zum außergewöhnlichen Klang steuert auch Scheuermeyer bei. Er spielt nicht nur Gitarre, sondern auch Mandoline, Flöte und die Resonatorgitarre „Dobro“. Neben Eigenkompositionen präsentiert Paul zumeist Songs berühmter Bands wie Jethro Tull oder AC / DC. Für die Zukunft hegt die Band einen besonderen Wunsch: „Wir wollen wegen der schönen Akustik unbedingt mal in der Gnadenkirche spielen“, verrät Dieter.
Bands, die in der Bergischen Landeszeitung vorgestellt werden möchten, wenden sich an die Redaktion unter Ruf (02202) 29370 oder per E-Mail an blz.gl@kr-redaktion.de. www.paul-akustik-rock.de
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