Von HANNA STYRIE, 18.08.09, 07:03h
Von luftig-spielerisch über exotisch bis düster reicht die Bandbreite der Ausdrucksformen; immerhin 18 Exemplare sind auch flugtauglich. Wer die Künstler kennt, wird rasch erkennen, dass sie ihre individuelle Handschrift dabei nicht aufgegeben haben.
Anne Dellen etwa hat für ihren Pattevugel" Keramikblätter zur typischen Trapez-Form zusammengefügt; Andrea Esser steuerte ein papierenes Frauengesicht mit windzerzauster Mähne bei. Theo Kerp, nie um unkonventionelle Ideen verlegen, hat in aller Eile einen Himmelsstürmer" aus farbigen Schnipseln von Transparentpapier geklebt.
Nicht abheben kann indes der Hausdrache" von Andrea Hornig. Alte Latten und anderes Baumaterial hat sie dafür zusammengezimmert. Das extravaganteste Exemplar stammt von Monika Gimborn. Rosa Federn und Knochenfunde dienten ihr als Material für einen kapriziösen Drachen mit Kind", der bei der Eröffnung am Samstagnachmittag vielfach bestaunt wurde.
Hannelore Zilken hat ihren Drachen mit einem roten Ampelmännchen beklebt, das im Luftraum für Ordnung sorgen soll. Grünes Büttenpapier hat Virgina Linnemann für ein auf die Spitze gestelltes Quadrat verwendet; chinesisch inspiriert ist das zauberhafte Exemplar von Sophie Chrosciel. Originell ist auch der aus Filtertüten gefertigte Europavogel" von Norbert Göckler. Schmuckgestalterin Sabine Teucher hat Broschen und Ohrringe aus Silberdraht und Drachenfliegerseide gefertigt und die Schau damit um eine ganz spezielle Facette bereichert.
Die Ausstellung im Alten Stadthaus am Herriger Tor dauert bis zum 30. August. Geöffnet ist Di-So von 16-18.30 Uhr. Am 12. September wollen die Künstler ihre Drachen um 15 Uhr auf dem Brachfeld Josef-Zilken-Straße in Lechenich steigen lassen.
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