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Podium

Persönliches und Politisches

Erstellt 18.08.09, 22:10h, aktualisiert 18.08.09, 22:19h

Die Bürgergesellschaft hatte die Kandidaten ins Dorint-Hotel eingeladen. Die OB-Kandidaten Peter Kurth (CDU), Jürgen Roters (SPD) und Ralph Sterck (FDP) gaben Auskunft auf persönliche und politische Fragen.

Köln - Den meisten Applaus erntete die Moderatorin Carmen Thomas. „Ich wünschte mir, dass das Kasperletheater der Parteien aufhört. Dass das Richtige nicht getan wird, weil es von der falschen Partei gesagt wurde, können wir uns in Zukunft nicht mehr leisten.“ Damit konnte sie aber keinesfalls die drei Herren gemeint haben, die auf Einladung der Bürgergesellschaft auf dem Podium des Dorint-Hotels an der Messe saßen: Die OB-Kandidaten Peter Kurth (CDU), Jürgen Roters (SPD) und Ralph Sterck (FDP) gaben Auskunft auf persönliche und politische Fragen, und am Ende hatten offenbar deutlich mehr der gut 200 Besucher ein klareres Urteil über die Kandidaten als zu Anfang, wie „Bürger“-Vorsitzender Michael Melles zufrieden feststellte.

Das Prinzip der Freiheit des Einzelnen steht für den Kölner Sterck im Vordergrund. Seinen schönsten politischen Erfolg nennt er die Umgestaltung des Rheinauhafens, für die er sich sehr eingesetzt habe. Sein größter Flop: das Scheitern seines Plans, der Innenstadt (Altstadt Nord / Süd, Neustadt Nord / Süd) weniger bürokratische Namen zu geben. „Warum graben Sie Herrn Kurth mit Ihrer Kandidatur Stimmen ab?“, fragte Carmen Thomas. Schlagfertige Antwort: „Er gräbt mir Stimmen ab! Ich bin zuerst da gewesen.“

Mit zwei Jahren kam Peter Kurth aus Siegburg für ein paar Wochen zu seinem Onkel Gerhard Herkenrath nach Köln. „Da bin anscheinend verwöhnt worden, so dass ich nach der Rückkehr gleich wieder ins Auto geklettert bin.“ Köln fasziniere ihn, zugleich mache die Stadt „mit am wenigsten aus ihren Möglichkeiten“. Das Potential in Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft müsse in eine Botschaft der Erstklassigkeit münden.

„Die besten Pädagogen

sind die Kinder selbst“

Zu Hause in Coesfeld hat Roters sehr viele Freunde gehabt und schätzt das bis heute: „Die besten Pädagogen sind die Kinder selbst.“ Soziale Gerechtigkeit ist sein Kernthema; er will sich dafür einsetzen, dass die Stadtviertel nicht auseinanderdriften. So sorge man für sozialen Frieden und Chancengleichheit. „Beschäftigung schafft man nur, wenn es der Wirtschaft gut geht.“ Die große Kompetenz Kölns als Wissenschaftsstandort sei in der Bevölkerung nicht genug verankert. (vol)



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