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Schramma-Abschied

„An einem Strang ziehen“

Erstellt 10.09.09, 22:20h

In der letzten Ratssitzung der seiner Amtszeit zog Oberbürgermeister Fritz Schramma Bilanz seiner politischen Arbeit. Weltjugendtag und Fußball-WM verbuchte er dabei als Erfolge, den Einsturz des Stadtarchivs als politische Lektion.

Schramma
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Bilanz gezogen: Schramma bei seiner letzten Ratssitzung als OB.
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Bilanz gezogen: Schramma bei seiner letzten Ratssitzung als OB.
Köln - In der letzten Ratssitzung der zu Ende gehenden Wahlperiode, gleichzeitig die letzte seiner Amtszeit, hat sich Oberbürgermeister Fritz Schramma gestern in einer Ansprache an die Ratsmitglieder gewandt. Er erinnerte an den Einsturz des Historischen Archivs, der zwei junge Männer das Leben gekostet hat und der die Politik gelehrt habe, „dass es Situationen gibt, in denen wir über alle Unterschiede und auch Streitigkeiten hinweg zusammenarbeiten müssen“. Schramma erinnerte an heftige Auseinandersetzungen der letzten Jahre, etwa um neue Hochhäuser, um das Haushaltssicherungskonzept oder den Bau der Moschee, die „aus meiner Sicht ein wichtiger Pfeiler der Integration in Köln sein kann“.

Der Weltjugendtag 2005 und die Fußball-WM 2006 seien Höhepunkte der letzten Jahre gewesen. Wichtige Projekte, auf die der Rat stolz sein könne, seien unter anderem die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, die Erstellung des Leitbildes 2020, der Bürgerhaushalt, Rheinauhafen und die Ausweitung der Betreuung für Kinder unter drei Jahren. Das seien gemeinsame Erfolge des Rates, „das wird uns besonders deutlich, wenn wir uns vor Augen führen, dass wir in den vergangenen 52 Sitzungen allein dieser Legislaturperiode 95 Prozent aller Entscheidungen zu Beschlussvorlagen nahezu einstimmig gefällt haben“. Schramma unterstrich die Bedeutung des Kampfes gegen Korruption. Der Oberbürgermeister hob die Herausforderungen hervor, die die Stadt angesichts der Folgen der Finanzkrise zu bewältigen hat.

Als er den Rückzug von seiner OB-Kandidatur bekannt gegeben habe, habe er sich gleichzeitig einen Neuanfang für die politische Kultur in Köln gewünscht. Er mahnte, die Ratspolitiker eindringlich, im Interesse der Stadt an einem Strang zu ziehen. (hap)



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