IVERSHEIM. Nach der erfolgreichen Vorjahrs-Premiere gab sich erneut der kölsche Fasteleer in der Provinz ein Stelldichein, denn der aus der Karnevalsabteilung des Pfarrverbandes katholische Jugend Köln hervorgegangenen Künstlerverband KAJUJA präsentierte sich im Dorfsaal in Iversheim. Die KAJUJA verstand die Stippvisite als Generalprobe für den im Kölner Tanzbrunnen stattfindenden Vorstellabend. Den Abend eröffnete Solotrompeter Lutz Kniep, unterstützt von einer mitreißenden Laser-Show. Ihm folgten Schmitz-Backes (Michael Backes), der kölsche Harry (Ralf Hirsch) und die beiden Flöckchen. Mit seiner Rede das Eis zu brechen, gelang Schmitz-Backes locker. Als Zufallsgenerator wollte er den (angetäuschten) Wurf einer Riesen-Schere rückwärts über die Schulter ins Publikum verstanden wissen. Können Sie nicht ruhiger saufen?, meinte er in Richtung Zuhörer, die die Tische mit Feigling-Fläschchen bearbeiteten. Mit Kölsche Leedche aus eigener Feder und Gitarre stellte sich der Kölsche Harry vor, während dä Knubbelich vum Klingelpötz, Justizangestellter im Privatberuf, vergnüglich wie sachkundig aus dem Nähkästchen plauderte.
Da war's schon um die 21 Uhr und es warteten noch Größen wie Feuermann Kresse, die Paraplüs und Nullacht -15 mit Frontmann Klaus Radek auf Gehör. Für die Päsidenten im Saal hieß es, zwecks Begutachtung oder Auswahl potenzieller Kräfte für die eigene Sitzung, auszuharren. Er habe Licht, aber auch viel Schatten mitbekommen, lautete das Fazit eines Karnevalisten mit jahrelanger präsidialer Erfahrung. (vgt)