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„Ring Con“

Auch ein Vampir freut sich auf Spätzle

Von Stefan Lienert, 04.10.09, 19:41h, aktualisiert 04.10.09, 19:49h

„Twilight“, „Harry Potter“, „Herr der Ringe“ und „Blood Ties“ - auf diesen Fantasywerken lag der Schwerpunkt der „Ring Con“. Schon zum achten Mal trafen sich am vergangenen Wochenende Fans, Experten und Schauspieler aus dem Genre im und um das Bonner Hotel Maritim.

Ring Con
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Gefährliche Vampire aus Grevenbroich: (v.l.) Melissa Baust, Maja Bergmann und Kira Löw. (Foto: Ralf Klodt)
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Gefährliche Vampire aus Grevenbroich: (v.l.) Melissa Baust, Maja Bergmann und Kira Löw. (Foto: Ralf Klodt)
Bonn - Vorträge über Vampire und Vergleiche zwischen den Büchern verschiedener Autoren standen genauso wie Autogrammstunden und Fotosessions mit den Stars und Workshops wie „Vampir-Schminken“ oder „Zaubertränke brauen“ auf dem Programm.

Zunächst mussten sich die Darsteller bei einer aufgelockerten Pressekonferenz einigen Fragen der Medienvertreter stellen. Edi Gathegi spielt Laurent in „Twilight“. Auf die Frage, was er nach der Verfilmung der vierteiligen Vampirreihe unternehmen wolle, entgegnete er mit einem Lächeln, sein Leben werde sicherlich nicht vorüber sein. Bruce Hopkins, als Rohan-Heermeister Gamling in „Herr der Ringe“ bekannt, meinte auf die Frage, ob die große Zahl an Fan-Artikeln notwendig sei: „So ist das Geschäft“, gab aber zu, dass auch er eine Elbentasse besitze. Typisch deutsches Essen ist vielen bekannt: Kyle Schmid, alias Henry Fitzroy in der Serie „Blood Ties“, hat schon mal etwas von Rouladen gehört. Craig Parker, Darsteller des Elben Haldir aus „Herr der Ringe“, mag gerne Reibekuchen, und Edi Gathegi verriet, dass er zum baldigen Mittagessen Spätzle esse. Die allgemeine Frage, ob die Darsteller Vampire oder Elben gerne verkörpern, beantwortet Gathegi: „Am liebsten sind uns immer noch die menschlichen Rollen.“ Auch Tom Felton, der Draco Malfoy-Darsteller aus den Harry-Potter-Filmen, nahm an der Ring Con“ teil.

Aus ganz Deutschland strömten die teils originell verkleideten Fans an, insgesamt lag die Teilnehmerzahl nach Veranstalterangaben bei mehr als 4500 Menschen. Für Sonja aus Firneburg bei Koblenz geht nichts über Herr der Ringe: „Ich kenne jede Szene auswendig.“ Auch Anita aus dem hessischen Friedrichsdorf ist treuer Anhänger der Tolkien-Trilogie. Vor allem die Autogrammstunden und die Panels (Fragerunden mit den Schauspielern) waren gefragt. „Ring Con“-Sprecherin Brigitte Scherr: „Der Vampirball am Freitagabend war ein Megaerfolg, die Verkleidungen der Teilnehmer einfach Spitze.“ Außerdem seien die Workshops gut angekommen.

Die Heilbronnerin Christina besitzt privat ein Schachfeld mit Harry-Potter-Figuren, jedoch einem kleinen Manko: „Ich habe daheim keinen Spielpartner.“ Rudi aus dem bayrischen Burghausen erklärt das Geheimnis solcher Zusammentreffen: „Wir sind wie eine große Familie. Früher oder später kommt man mit fast jedem hier ins Gespräch.“ Astrid und Andrea sind eigens aus der Schweiz angereist. „Hier können wir ganz unbeschwert in eine andere Welt eintauchen. Wir leben richtig auf.“

2002 startete die „Ring Con“ zunächst als reine „Herr der Ringe“-Convention im Maritim. Nach und nach wurden dann andere „fantastische“ Themen mit aufgenommen. Zwischen 2005 und 2007 zog das Treffen ins hessische Fulda, kehrte aber im vergangenen Jahr zurück an den Rhein.



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