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Tag der Offenen Moschee

Offene Türen, aber wenig Besucher

Von Anika Steinbrenner, 04.10.09, 21:47h

Bereits zum 13. Mal öffneten in ganz Deutschland knapp 1000 Moscheen am Tag der deutschen Einheit ihre Türen und boten neben Führungen zahlreiche Podiumsdiskussionen und Ausstellungen. In Köln allerdings nutzen nicht viele das Angebot.

Moschee in Köln
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Nur wenige Gäste konnten die Muslime in der provisorischen Zeltmoschee an der Herkulesstraße begrüßen. (Bild: dpa)
Moschee in Köln
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Nur wenige Gäste konnten die Muslime in der provisorischen Zeltmoschee an der Herkulesstraße begrüßen. (Bild: dpa)
Köln - Auf Strümpfen steht das Ehepaar Heidi und Frank Schramke in einem großen Raum, der mit einem weichen, rot-braunen Teppich ausgelegt ist. Rafet Öztürk erklärt ihnen, wie hier fünf Mal täglich Muslime zu Gott beten. Die „Zeltmoschee“ in der Herkulesstraße ist allerdings ein Provisorium, bis in zwei Jahren die Zentralmoschee der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (Ditib) in Ehrenfeld fertig gebaut ist.

„Religion ist ein Teil unserer Gesellschaft. Daher interessiere ich mich auch sehr für andere Religionen“, sagt Heidi Schramke, die selbst evangelisch ist. Zusammen mit ihrem Mann nutzte sie den „Tag der offenen Moschee“, um einen tieferen Einblick in den Islam zu bekommen.

Bereits zum 13. Mal öffneten in ganz Deutschland knapp 1000 Moscheen am Tag der deutschen Einheit ihre Türen und boten neben Führungen zahlreiche Podiumsdiskussionen und Ausstellungen. Das Motto in diesem Jahr: „Moscheen - Ein fester Teil der Gesellschaft. 60 Jahre Bundesrepublik und seine Muslime". 4,3 Millionen Muslime leben in Deutschland, etwa 120 000 davon in Köln. „Muslime sehen sich als Teil Deutschlands und bekennen sich zum Grundgesetz und seinen Werten. Jeder Form von Extremismus erteilen wir eine Absage“, erklärte Bekir Alboga, Dialogbeauftragter der Ditib, in seiner Begrüßungsrede den Besuchern. Die Moscheen seien indes ein Zeichen der Verwurzelung der Muslime mit dem Land.

Viele waren es allerdings nicht, die sich über das islamische Selbstverständnis aufklären lassen wollten. Besonders enttäuschend war der Tag der offenen Moschee für den Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) in Köln. Weder in Ehrenfeld, noch in Nippes, Mülheim oder Vingst war eine nennenswerte Anzahl an Menschen in die Moscheen gekommen, um das Angebot zum Dialog wahrzunehmen. „Es ist schade, dass niemand gekommen ist“, bemerkt Hava Kücykkaya, Koranlehrerin im Integrations- und Kulturverein Nippes. „Unsere Tür ist aber immer offen“, fügt sie hinzu.



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