Erstellt 15.10.09, 21:18h
Woran es auch liegen mag: ob an Vorurteilen, mangelnder Flexibilität der Bewerber oder einer ungenügenden Findigkeit bei der Präsentation der eigenen Stärke - dieses Potenzial an Fachkräften nicht auszunutzen ist gelinde gesagt unklug. Dass Staat und Kommunen kein gutes Vorbild abgeben, ist ärgerlich. Ein Vormittag auf dem Bürgeramt kann rasch klarmachen, dass es der öffentlichen Verwaltung gut tun würde, auch auf Kräfte mit Zuwanderer-Biografie zu setzen - falls es sie in ausreichender Zahl gibt. Anstrengung der Einen und Offenheit der Anderen gehören eben zusammen, wenn Integration gelingen soll.
Es gibt übrigens auch gute Neuigkeiten. Das duale Bildungssystem kann wenigstens zum Teil das verheerende Bildungsgefälle bei den Zuwanderern einfangen. Bei gering Qualifizierten gibt es keinen nennenswerten Unterschied zwischen Einheimischen und Zuwanderern, was ihren Erfolg auf dem Arbeitsmarkt angeht. Aber das ist ein kleiner Trost. Erkannt ist das Problem im Kern aber allemal: Bildung und Sprache sind der Schlüssel.
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