Von DIETER BROCKSCHNIEDER, 20.10.09, 07:18h, aktualisiert 20.10.09, 11:30h
So weit die Tradition, mit der Fohrmann dann in seiner Rede brach. Denn „Bürgeruniversität“ klingt nicht nach verstaubter Alma Mater. An der Bonner Hochschule, so zählte er auf, haben Studierende, Lehrende, Forschende, die Verwaltung, die Bürger, außeruniversitäre Forschungsinstitute, regionale, nationale und internationale Gäste teil. Da sie in unterschiedlichen und - so Fohrmann - „zunehmend mehreren Lebensphasen“ an der Uni sind, ergäben sich neben dem regulären Studium Überlegungen zu Teilzeitstudien, Weiterbildung und auch zur Notwendigkeit, seinen Informationsstand aufzufrischen. Also eine neue Art von Studium universale. Die Uni müsse dafür eine integrierende Leistung erbringen, ein Netzwerk schaffen. Fohrmann: „Es gibt einen Imperativ zur Kooperation.“
Zusammenarbeit auch bei der Lehrerausbildung für Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs, welche die Uni mit über 20 Fächern wieder anbietet. Sie wolle daher mit den Schulleitungen der Region in einen „produktiven Dialog“ treten. Und dabei auch klären, wie attraktiv die Studiengänge für die Schüler sind.
Der Rektor berichtete weiter, dass die Uni im vergangenen Jahr 68 Millionen Euro an so genannten Drittmitteln für die Forschung eingeworben habe. An Baumaßnahmen nannte er den Campus Klein-Altendorf bei Rheinbach, das Uniklinikum auf dem Venusberg und den Campus Poppelsdorf. In Planung sei weiter eine Kindertagesstäte.
In die Zukunft gerichtet sind auch Überlegungen des Rektorats, sich wieder am Wettbewerb um die Anerkennung als „Elite-Universität“ zu beteiligen. Beim ersten Mal scheiterte die Uni.
Der Vorsitzende des Allgemeinen Studenten-Ausschusses (AStA), Wolfgang Schoop, ermunterte die Uni, sich am Wettbewerb der Besten zu beteiligen; nur so könne es ihr gelingen, weitere Studenten zu gewinnen.
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