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Zwerge auch aus dem Zigarettenautomat

Von IRENE LANGE, 24.10.09, 07:00h

Vor gut einem Jahr hatte die Grafik-Designerin Julia Brück eine Idee. „Es war ein anstrengender Tag, und ich war leicht gefrustet“, erinnert sie sich. Beim Zeichnen...

Vor gut einem Jahr hatte die Grafik-Designerin Julia Brück eine Idee. „Es war ein anstrengender Tag, und ich war leicht gefrustet“, erinnert sie sich. Beim Zeichnen entspannte sie sich. So entstand ihre erste Miniatur - ein Schlitten fahrender Zwerg, der schon bald zahlreiche „Zwergen-Kollegen“ erhalten sollte.

Zunächst waren es vorwiegend weihnachtliche Motive, mit denen Brück erstmals auf dem Kronenburger Weihnachtsmarkt an die Öffentlichkeit ging. Es war ein Erfolg, der sie zum Weitermachen ermutigte.

Die 1970 in Düsseldorf geborene und dort auch aufgewachsene Julia Brück lebt heute in Kronenburg. Sie hatte das Glück, dass ihre Kreativität schon seit früher Kindheit gefördert wurde. So konnte sie schließlich auch ein Studium in „Visueller-Kommunikation / Grafik Design“ absolvieren.

Nach einigen beruflichen Umwegen landete sie schließlich in der Eifel. „Damit konnte ich mir einen lang gehegten Traum erfüllen“, erklärt Julia Brück. Die Liebe zur neuen Heimat drückt sich in ihren liebevollen, mit feinstem Zeichenmaterial angefertigten, Bildchen aus - ob es Zwerggestalten, heimische Landschaften, Pflanzen oder Blumen sind.

Ihre kleinen Kunstwerke haben ein Format, das in jede Zigarettenschachtel passt. Und so entwickelte sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Hektor Gobbi das so genannte „Chamäleon-Projekt“. Die Künstlerin hatte sich schon länger entschlossen, statt großer lieber kleinformatige Bilder zu produzieren und diese als Souvenir, kleines Dankeschön oder als „Last Minute Geschenk“ anzubieten.

Als Vertriebsweg boten sich da ausrangierte Zigaretten-Münzautomaten an, die zumeist im Internet ersteigert wurden.

Um Aufstellung und Technik kümmert sich der Lebensgefährte, während seine Partnerin die äußere Umgestaltung der Automaten übernimmt.

Inzwischen befinden sich die charakteristischen „Chamäleon-Automaten“ jeweils in Kronenburg, Blankenheim, Kerpen und demnächst auch in Bad Münstereifel und Heimbach. Bei Einwurf von sechs Euro in Münzen ist jeweils ein kleines Kunstwerk von Julia Brück erhältlich. Je nach Standort werden die Automaten mit handgefertigten Miniaturen bestückt. Es sind allesamt Unikate, die mit großer Sorgfalt bis ins Detail unter Verwendung verschiedener Materialien und Techniken angefertigt wurden.

Im Eifeler Raum sind das hauptsächlich die bezaubernden Zwergengestalten mit roter Zipfelmütze, aber auch heimische Tiere und Pflanzen. „Der Inhalt der Automaten passt sich dabei dem jeweiligen Standort an“, erklärt Julia Brück. Und das müssen durchaus nicht immer Zwerge sein.

Die Grafik-Designerin Julia Brück erfreut sich mit ihren kunstvollen Eifel-Miniaturen, insbesondere den Zwergen, inzwischen großer Beliebtheit. Die kleinen Kunstwerke sind auch fester Bestandteil im Museumsshop der Nettersheimer Gemeindebücherei.



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