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Den Kürtener Jugendlichen fehlen Busverbindungen

Erstellt 28.10.09, 07:09h

Iris Tyroff arbeitet als Diplom-Sozialpädagogin bei der ökumenischen Jugendinitiative Bekik in Kürten. Über das aktuelle Jugendfilmprojekt, das in den Herbstferien stattfand, sprach Claus Boelen-Theile mit der Pädagogin.

Iris Tyroff arbeitet als Diplom-Sozialpädagogin bei der ökumenischen Jugendinitiative Bekik in Kürten. Über das aktuelle Jugendfilmprojekt, das in den Herbstferien stattfand, sprach Claus Boelen-Theile mit der Pädagogin.

In den Herbstferien haben Sie den vierten und zunächst letzten Film mit Jugendlichen zum Thema „Jugend in Kürten“ gedreht. Wer hat mitgemacht?

Wir haben mit einer Gruppe von sechs Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren gedreht. Vier davon kommen regelmäßig zum Bekik-Treff „Die Schachtel“ nach Kürten-Bornen.

Was sind die Themen der Jugend?

Mobbing, Gewalt, Kriminalität, Ausgrenzung, Armut, Reichtum, Schule, Freundschaften, Werte, dieses ganze Spektrum.

Wie stellt sich die Jugendwelt für die Erwachsenen dar?

Es gibt viele Dinge, die die Jugend bewegen. Besonders Mobbing ist weit verbreitet. Zum Thema Kriminalität kristallisierte sich heraus, dass es den Jugendlichen zwar durch die Medien bekannt ist, sie selbst jedoch nicht beobachten oder erleben, dass rohe Gewalt zunimmt. Das Thema wird wohl lediglich durch die Medien gepusht.

Gibt es konkrete Wünsche der Jugendlichen für Kürten?

Ganz klar: die fehlenden Busverbindungen. Von Bechen aus ins Jugendzentrum nach Eichhof mit dem Bus zu kommen, ist fast unmöglich. Auch die „Schachtel“ in Bornen ist ganz schlecht mit dem Bus erreichbar.

Wie sind Sie bei dem Dreh vorgegangen?

Wir haben angefangen, mit den Jugendlichen zwei Rollenspiele zum Thema „Mobbing“ und „Arm und Reich“ zu entwickeln, jeweils zwei Minuten lang. Die Szenen haben wir in der Schachtel gespielt und gedreht. Danach wurden Interviewfragen zum Thema Freizeitverhalten ausgedacht.

Wo haben Sie gedreht?

An der „Schachtel“ in Bornen, am Jugendtreff Point B. in Bechen und in der Bergisch Gladbacher Fußgängerzone. In Gladbach haben wir junge Passanten zu den Jugendthemen befragt.

Gibt es in Kürten einen sozialen Brennpunkt?

Wir haben keinen gefunden. Es heißt manchmal, Waldmühle sei ein Ortsteil mit vielen problembehafteten jungen Leuten. Nach unserer Beobachtung ist das nicht so. Wir haben auch da keine abhängenden jungen Leute gesehen. Allerdings ist unser Film nur eine Momentaufnahme von drei Drehtagen, aus denen etwa 15 bis 20 Minuten Film geschnitten werden. Im Dezember ist eine große Premiere geplant, zu der wir auch unsere drei anderen Filme zeigen wollen.



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