Von MARKUS CARIS, 31.10.09, 07:09h
Weniger der Fußballverzicht als seine flammende Rede wird aber dafür verantwortlich sein, dass der 48-Jährige unter 105 abgegebenen Stimmen nur eine Nein-Stimme und 104 Ja-Stimmen erhielt. Krautscheid, vom Ergebnis selbst überrascht, sagte, er sei schon so lange politisch aktiv, dass er sicher manchen auf die Füße getreten habe. Aber dieser Erfolg zeige ihm, dass er nun sehr viel Vertrauen genieße. Dieses wolle er nicht enttäuschen, wenn er in den Wahlkampf um die Direktkandidatur im Wahlkreis 25 (Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth, Hennef, Eitorf, Windeck) ziehe. In seiner Rede hatte der Jurist erläutert, warum er als NRW-Minister sich um ein Landtagsmandat bewerbe. Seit der Berufung des Hennefers Hans Peter Lindlar zum Regierungspräsidenten 2005 sei der Wahlkreis verwaist. Und er sehe, wie in Düsseldorf Bonner, Kölner oder andere Landtagsabgeordnete um Fördergelder kämpfen. Da wolle er sich als Wahlkreisvertreter dafür einsetzen, dass auch seine Städte und Gemeinden etwas bekommen für ihre Entwicklung, gerade jetzt in finanziell schwierigen Zeiten. Krautscheid: Ich will das Mandat, ich will mich erden, ich will nahe dran sein.
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