kalaydo left kalaydo logo
stellen
auto
immobilien
marktplatz
inserieren
Schriftgröße

Stadtarchiv

Bergung zieht sich weiter hin

Von Manfred Reinnarth, 02.11.09, 22:40h

Die Bergung der Archivalien am Waidmarkt zieht sich hin. Der stellvertretende Leiter des am 3. März eingestürzten Stadtarchivs, Ulrich Fischer, informierte über 100 Menschen im Domforum über den Stand der Dinge.

Einsturzstelle
Bild vergrößern
Die Grube an der Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs. (Bild: dpa)
Einsturzstelle
Bild verkleinern
Die Grube an der Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs. (Bild: dpa)
Köln - „In drei Monaten werden wir hoffentlich weiteres Archivgut aus dem Grundwasser holen können“, sagte der stellvertretende Leiter des am 3. März eingestürzten Stadtarchivs, Ulrich Fischer, Montagabend. Knapp über 100 Menschen hörten ihm im Domforum zu, als er beschrieb, wie sich das Gedächtnis der Stadt durch den Einsturz veränderte. Ob die Zeitangabe von drei Monaten allerdings stimmt, bezweifelt er: „Noch ist man sich nicht darüber einig, welche Form das Sicherungsbauwerk haben soll, das an der östlichen Seite des KVB-Gleiswechselbauwerks in der Severinstraße gebaut werden soll.“ Denn nach Möglichkeit soll beim Bau kein Archivgut vernichtet werden, das noch im Grundwasser ruht.

Provisorium um Monate verzögert

Auch was das schon für den Beginn des nächsten Jahres angekündigte provisorische Archiv anbelangt, zog Fischer seine Erwartungen zurück. „Wir brauchen dieses Provisorium mitsamt einem Magazin, aber es wird nun doch wohl erst in der ersten Jahreshälfte fertig.“

In der Reihe „Stadt.Punkte“ des Katholischen Bildungswerkes stellte Fischer gegenüber, was das Archiv vor dem Einsturz besessen hat, und wie es zuletzt 2008 noch 6000 Mal genutzt wurde. „Keine einzige Archivalie wird ohne Restaurierung zu nutzen sein. Zumindest muss der alkalische Betonstaub abgekehrt werden.“ Drei Jahre werde es allein brauchen, bis man einen Überblick über Archivstücke habe, die ihre Kennzeichnung beim Einsturz nicht verloren haben. „Alles weitere wird auf viele Jahre der Forschung, der persönlichen Bildung oder dem Erleben der Geschichte vorenthalten sein - fünf Prozent des Bestandes sogar für immer verloren.“

Das „neue Gedächtnis der Stadt“, das an der Ecke Eifelwall, Luxemburger Straße entstehen soll, werde „nicht wie das alte“ sein. „Es gibt Verlorenes, neue Räume, Narben und neue digitale Möglichkeiten.“ Schon jetzt nimmt das Archiv wieder Verwaltungsakten an, neue Nachlässe und errichtet ein digitales Langzeitarchiv. Jeder Schnipsel, der aus den 12 000 Tonnen Schutt geborgen worden sei, werde aufgehoben. „Man weiß ja nicht mal, ob er überhaupt der Stadt gehört oder einem Stifter.“

23. November, 17 Uhr, Domforum: Dr. Johannes Kistenich, Technisches Zentrum des Landesarchivs NRW zu Restaurierung, Digitalisierung und Verfilmung des Archivguts



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


rundschau-schulfinder

Finden Sie die passende Schule für Ihr Kind

Stadt:
und
PLZ:
und / oder Schulform
Gymnasium
Hauptschule
Realschule
Gesamtschule


Rundschau-Service


Rundschau-Wahl


Extra


WAS.WANN.WO.


Bildergalerien


Extra


Rundschau-Kompass


Rundschau-Serie


Serie


Rundschau-Service


Rundschau-Serie


Bilderstrecken-Serie


Hintergrund


RHEINLAND WETTER


Extra


Top-Links

Anzeige


Ihre Top-Artikel


 

Extra


Dienste