Erstellt 12.11.09, 07:18h
Erstmals habe die Fakultät selbst und nicht die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) die Zulassung geregelt, erklärt Uni-Sprecher Andreas Archut. Weil aber bekannt sei, dass Studenten sich in der Regel nicht nur an einer, sondern gleich an mehreren Universitäten bewerben, um einen Studienplatz zu ergattern, seien unterm Strich erheblich mehr Zusagen an Bewerber rausgeschickt worden, als Bonn an Studienplätzen eigentlich hätte zur Verfügung stellen können. Eine Art Überbuchung also (wie man sie aus dem Flugverkehr kennt, wenn derselbe Platz im Flugzeug an zwei Passagiere verkauft wird), um alle Studienplätze vollständig auslasten zu können.
Nur: Anders als sonst üblich, so Archut, hätten dieses Mal ungewöhnlich viele Bewerber noch unmittelbar vor Semesterbeginn zugesagt: Das hat selbst erfahrenste Leute an der Universität überrascht. Die Fakultät, versichert der Hochschulsprecher, habe allerdings ein gutes Krisenmanagement praktiziert. Viele Dozenten nähmen mehr Studenten als sonst oder böten eine zweite Vorlesung zum selben Thema an. Außerdem würden Veranstaltungen in größere Hörsäle oder außerhalb des Juridicums ins Hauptgebäude verlagert.
In den kommenden Semestern könne es für die angehenden Juristen schon mal eng und voll werden, prophezeit Archut, sagt aber auch: Es wird keiner abgewiesen, und es wird keine unzumutbare Belastung geben. (kri)
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