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Nach Hausverbot bei Rewe

Verbotsschilder wieder zerrissen

Von Margret Klose, 12.11.09, 22:42h, aktualisiert 13.11.09, 19:01h

Marktleiter Gerd Hamacher hatte gegen randalierende Schüler ein Hausverbot für seinen REWE-Markt ausgesprochen. Nun hat er die Schilder wieder entfernt; bald sollen Gespräche zwischen Schulleitung und Schülervertretung stattfinden.

Marktleiter Gerd Hamacher
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Marktleiter Gerd Hamacher hat die Verbotsschilder entfernt. (Bild: Klose)
Marktleiter Gerd Hamacher
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Marktleiter Gerd Hamacher hat die Verbotsschilder entfernt. (Bild: Klose)
BORNHEIM-MERTEN - Vier Tage hingen die Verbotsschilder an der Tür des Mertener Rewe-Marktes, aber nach einem langen Telefonat mit Henriette Heitmann, Schulleiterin der Franziskusschule, hat Marktleiter Gerd Hamacher das umstrittene Hausverbot für alle Schüler wieder aufgehoben. Mit dem drastischen Schritt hatte er am Dienstag das letzte Register gezogen, um sich gegen die aus seiner Sicht „wenigen allerdings recht ungezogenen Schüler zu wehren, die scheinbar ganz bewusst in seinem Geschäft auf Konfrontation aus waren“ (die Rundschau berichtete).

Minderheit war aufgefallen

Jetzt ist Hamacher froh, dass bereits in der kommenden Woche erste Gespräche zwischen Schülervertretung, Schulleitung und ihm stattfinden werden. Schon gestern haben sich viele Schüler bei ihm und seinen Angestellten dafür bedankt, wieder im Rewe einkaufen zu dürfen. „Es ist ja auch wirklich nur eine Minderheit, die negativ auffiel", betonte Hamacher. Jugendliche hätten Süßigkeiten angeknabbert und Trinktüten geleert. Außerdem seien auch Kunden angepöbelt worden. Hamacher hofft, dass es zu solchen Vorkommnissen nun nicht mehr kommen wird.

Das wünscht sich auch Heitmann, die ihre Schüler noch einmal darauf hingewiesen hat, dass sie sich auch in den Geschäften so wie alle anderen Kunden zu verhalten haben. Darüber hinaus bestätigte sie auf Anfrage, dass das Schulkiosk bisher nur in der ersten und zweiten Pause geöffnet ist - im Ganztagsbetrieb gebe es am Mittag ohnehin ein warmes Essen. Zudem werde zurzeit überlegt, das Kiosk auch über Mittag zu öffnen. Heitmann hofft jedoch unabhängig von diesen aktuellen Überlegungen darauf, dass die betroffenen Schüler Lehren aus den Vorkommnissen ziehen und künftig Zwischenfälle vermeiden. „Wir sind bestrebt, dass die Situation so entspannt bleibt, wie sie jetzt ist", so Hamacher. Bei den Gesprächen in der kommenden Woche möchte er sämtliche Fakten auf den Tisch legen, um mit der Schülervertretung und der Schulleitung nach dauerhaften Lösungsmöglichkeiten zu suchen. „Sowohl als Schulträger wie auch als Jugendamt unterstützen wir diese Aufarbeitung", erklärte auch Bornheims Sozialdezernent Markus Schnapka, Eine Mertener Bürgerin hatte ihm gegenüber ihr Bedauern über das Hausverbot ausgedrückt und sprach gegenüber der Rundschau gestern von einer Diskriminierung aller Schüler.

Über das Hausverbot hatte Hamacher auch die Rewe-Zentrale in Köln informiert. „Gerd Hamacher ist ein selbständiger Kaufmann und hat eine Entscheidung getroffen, die wir so tolerieren müssen", sagte dazu Rewe-Sprecher Andreas Krämer. „Für einen Markt, den die Rewe-Zentrale selbst steuert, hätten wir jedoch einen anderen Weg beschritten", sagte er.



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