Von Daniel Taab, 13.11.09, 14:22h, aktualisiert 13.11.09, 21:48h
Die Polizei geht von einer lange geplanten Aktion aus, denn für ihre Sprühattacken hatten die vermutlich mehreren Täter nach dem Betriebsschluss der KVB tief in der Nacht nur rund 90 Minuten Zeit. Gegen 3.30 Uhr entdeckte eine Reinigungskraft im KVB-Depot in Merheim eine vermummte Person, die flüchtete, als sie von der Frau angesprochen wurde. Als die Polizei über den Eindringling auf dem KVB-Areal informiert wurde, waren schon zahlreiche Bahnen beschmiert. Erst am Vormittag kam das gesamte Dilemma ans Tageslicht: 81 Waggons wurden beschädigt. Gesucht werden nun zwei Personen, die etwa 1,80 Meter groß sind und komplett schwarz gekleidet waren.
Die „Tags“ (Markenzeichen) eines polizeibekannten Sprayers könnten die Ermittler auf die Fährte des Täters führen. Immer drei Buchstaben sprüht der Gesuchte seit längerer Zeit auf Gebäude beispielsweise an der Zülpicher Straße, an die Fassade eines Hauses auf den Ringen, auf Autos oder im Juli auf die Fenster der Linie 12. „Die Initialen sind den Kollegen bekannt“, sagte eine Polizeisprecherin. Es müsse geprüft werden, ob die jüngste Attacke durch einen „Trittbrettfahrer“ begangen wurde oder ob es tatsächlich der Flüchtige war. Der Schaden wird auf „mindestens“ mehrere zehntausend Euro geschätzt.
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