Von UTA KRISTINA MAUL, 14.11.09, 07:18h
Stattdessen hat das Schülerstreikkomitee / Bonner Jugendbewegung, das sich schon im Juni am bundesweiten Bildungsstreik beteiligt hatte, zu einem heißen Herbst aufgerufen und bei der Polizei rund 2500 Teilnehmer für den Protesttag angemeldet. Die Demo führt durch die Innenstadt, und die Polizei warnt vor erheblichen Verkehrsbehinderungen (siehe auch Kasten zur Hotline).
Gegen Studiengebühren, Ausbildungsplatzmangel, miserable Lernbedingungen und Prüfungs-Terror wollen die im Schülerstreikkomitee organisierten Schüler, Studenten, Azubis und erwerbslosen Jugendlichen am 17. November zwischen 9 und 16 Uhr protestieren. Der Demo-Weg führt nach Angaben der Polizei mit mehreren Zwischenkundgebungen vom Kaiserplatz durch die Innenstadt und die Fußgängerzone bis zum Markt. Wir gehen von einem friedlichen Verlauf aus", erklärte Erster Polizeihauptkommissar Johannes Kessel gestern. Er empfiehlt aber dringend, das Demonstrationsgeschehen weiträumig zu umfahren.
Wie im Juni ist der Bildungsstreik auch diesmal kein Thema für den RCDS-geführten, also CDU-nahen AStA der Uni Bonn. Die Studenten sollten lieber in den hochschulpolitischen Gremien für ihre Forderungen kämpfen statt auf der Straße, äußerte sich AStA-Vorsitzender Johann Wolfgang Schoop (RCDS) und fügte an, dass die Uni Bonn ein konstruktives Rektorat habe.
Der AStA der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sieht in Sachen Bildungsstreik keinen Handlungsbedarf, weil die Hochschule in einem Top-Zustand sei.
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