Von Annika Gottmann, 15.11.09, 22:32h
Die Übernahme-Verhandlungen liefen schon seit 2003. Vor zwei Jahren begann dann die Umsetzung der Umzugspläne. Nun ist die Eingliederung vollendet: Ein Online-Katalog und ein alphabetischer Zettel- und Schlagwortkatalog sind für Benutzer genauso verfügbar wie die 500 000 Bände der Diözesanbibliothek. „Die Bestände ergänzen sich hervorragend, und ich hoffe, dass diese Vereinigung zweier bedeutender Bibliotheken Schule machen wird“, so Meisner.
Von nun an bereichern vor allem Literatur zur mittelalterlichen scholastischen Theologie, sehr seltene Frühdrucke sowie alte Handschriften die schon zuvor umfangreiche Bibliothekssammlung. Schon Kirchenlehrer Albertus Magnus, nach dem die Ordenshochschule benannt wurde, sowie Thomas von Aquin nutzten zur Lehre und Forschung die Kölner Diözesanbibliothek. Aquins Werk „Die Summe wider die Heiden“ in einer Ausgabe aus dem Jahre 1480 gehört nun ebenfalls zum Bestand. Besonders kostbar macht das Buch die Darstellung des Heiligen mit Magisterhaube.
Die Ausstellung „Schätze aus der Bibliothek St. Albertus Magnus“ ist bis Anfang März in der Diözesan- und Dombibliothek montags bis mittwochs sowie freitags von 9 bis 17 Uhr und donnerstags von 12 bis 19 Uhr zu besichtigen.
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