Erstellt 18.11.09, 20:42h
In einem Referat anlässlich des Tages der philosophischen Fakultät der Kölner Universität machten die Archivare Andrea Wendenburg und Max Plassmann deutlich, wie dringend der Ersatzbau zur Restaurierung der Archivalien benötigt wird. Zurzeit seien die bereits geretteten Dokumente auf eine Vielzahl von Archiven in ganz Deutschland verteilt. „Wenn beim Archiveinsturz eine mittelalterliche Handschrift zerbrochen ist, kann es sein, dass die beiden Hälften an unterschiedlichen Standorten gelagert sind, ohne dass wir davon wissen“, sagte Wendenburg. Daher sei es wichtig, das verstreute Archivgut wieder zusammenzuführen.
200 Restauratoren würden 30 Jahre brauchen, um die Archivalien aufzuarbeiten. „Niemand, der hier im Saal sitzt, wird das erleben“, antwortete Plassmann auf die Frage, wann mit einem endgültigen Abschluss der Restaurierungsarbeiten zu rechnen sei. Immerhin 3,5 Millionen Einzelfetzen seien geborgen worden, die einem riesigen Puzzle gleich nun zusammengefügt werden müssen. Allein für die Restaurierung sind Kosten von bis zu 400 Millionen Euro veranschlagt, so Plasmann. Weil die Stadt diese Summe allein nicht aufbringen könne, solle, wie bereits berichtet, eine Stiftung sowie ein „Patenschaftsmodell für historische Handschriften“ ins Leben gerufen werden. (cid)
| JETZT BESTELLEN! 4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%. |
|
Anzeige
Anzeige