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Zusammenarbeit der Kommunen

Ein neuer Platz für den Bauhof

Von Michael Lenzen und Stefan Corssen, 24.11.09, 20:27h

Der gemeinsame Bauhof der Städte Wipperfürth und Hückeswagen könnte schneller verwirklicht werden als bisher geplant. Vor allem in Sachen Ortsfrage hat es bereits Gespräche gegeben. Im Visier ist das alte Bahnhofsgelände.

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Die Verlegung des Bauhofes ist beschlossene Sache, der neue Standort noch nicht. (Bild: Schmitz)
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Die Verlegung des Bauhofes ist beschlossene Sache, der neue Standort noch nicht. (Bild: Schmitz)
Wipperfürth - Der gemeinsame Bauhof der Städte Wipperfürth und Hückeswagen könnte schneller verwirklicht werden als bisher geplant und vor allem an einem anderen Ort. Wie die BLZ erfuhr, hat es Gespräche zwischen der Deutschen Bahn und der Stadt Wipperfürth über den Verkauf des alten Bahnhofsgeländes an die Stadt gegeben.

Neuer Standort bietet einige Vorteile

Im Zuge der Zusammenarbeit der Kommunen (shared services) Hückeswagen und Wipperfürth hatten sich die Stadtspitzen auf einen gemeinsamen Bauhof und eine gemeinsame Bauaufsicht geeinigt. Auch die beide Stadträte stimmten zu. In nicht öffentlicher Sitzung beschloss der Wipperfürther Rat im vorigen Dezember dazu den Ankauf der Tennishalle des Tenniscenters Bahnstraße sowie der benachbarten Halle. Die entsprechenden Grundstücke befinden sich im Besitz der Stadt. Die Pachtverträge laufen im Jahr 2012 aus. Doch schon kurz danach wurde es immer fraglicher, ob sich der Umbau der alten Hallen überhaupt lohnt, von möglichen Altlasten war die Rede. Der Tennisverein hatte massiv protestiert und zahlreiche Unterschriften gegen eine Schließung der Halle gesammelt.

Nun zeichnet sich eine Lösung an einem anderen Standort ab, die zudem auch noch schneller realisiert werden könnte. Und jedes Jahr, den der gemeinsame Bauhof früher in Betrieb gehen kann, bedeutet eine Einsparung für die beiden Kommunen. Das Büro Deckert Consulting, das das vom Land NRW geförderte Modellpropjekt „Shared Services“ begleitet hat, sieht in einem interkommunalen Bauhof großes Einsparpotenzial. Vor allem durch gemeinsamen Einkauf, ein breiteres Leistungsangebot und eine bessere Auslastung von Maschinen und Personal könnten die beiden Gemeinden pro Jahr rund 430 000 Euro sparen, hatte das Büro errechnet.

In der konstituierenden Sitzung des neue Rates stand das Thema Bauhof in nicht öffentlicher Sitzung auf der Tagesordnung. Auch wenn darüber keine Auskunft zu erhalten war, zeichnete sich ab, dass die Stadt über eine andere Lösung als die Tennishalle nachdachte. Nahe liegend war das Gelände der Deutsche Bahn. Ein Sprecher der DB Mobility Logistics AG in Düsseldorf bestätigte der BLZ, dass es Gespräche mit der Stadt über den Verkauf des Grundstückes gegeben habe. Rund 15 000 Quadratmeter ist das Grundstück groß. „Die Stadt gibt dazu im Moment keine Stellungnahme ab“, sagte Friedrich Hachenberg, persönlicher Referent des Bürgermeisters. „Wir warten erst die Beratungen und die politischen Beschlüsse ab, dann werden die Mitarbeiter und danach die Presse informiert.“ Voraussichtlich auf der nächsten Ratssitzung am 15. Dezember werden die Politiker über den aktuellen Stand der Gespräche informiert und können über den neuen Standort beschließen.

Klaus Schlierenkamp, Pächter des Tenniscenters Bahnstraße, wurde voriges Jahr von dem Beschluss zum Ankauf der Halle eiskalt erwischt. Doch er pocht auf seine Rechte: „Ich habe einen Mietvertrag bis 30. April 2012, mit einer Option auf drei Jahre Verlängerung“. Wie lange Schlierenkamp jetzt als Pächter bleiben kann, weiß er noch nicht. Nicht nur viele Tennis- und Bowlingspieler nutzen regelmäßig das Tenniscenter, auch der Schachverein Wipperfürth hat hier ein Zuhause gefunden.

Es sieht so aus, als sei mit dem Bahngelände eine Lösung gefunden wird, die schneller zu realisieren ist und auch Pächter und Nutzer des Tenniscenters zufrieden stellt.



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