kalaydo left kalaydo logo
stellen
auto
immobilien
marktplatz
inserieren
Schriftgröße

Kein Geld für die Ganztagsschulen

Von DIETER WOLF, 26.11.09, 07:03h

Rund 120 Mitarbeiter und Schulleiter der Offenen Ganztagsschulen (OGS) verfolgten am Dienstag die Diskussion im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit über einen...

PULHEIM. Rund 120 Mitarbeiter und Schulleiter der Offenen Ganztagsschulen (OGS) verfolgten am Dienstag die Diskussion im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit über einen Sonderbeitrag der Stadt für die OGS. 100 000 Euro sollte die Stadt aufbringen, so der SPD-Antrag, um eine Verbesserung der Gehaltsstruktur der Mitarbeiter zu bewirken. Die Mitarbeiter sind Angestellte des Trägervereins „Ganztag in Pulheim“ (GiP), der eigens für die OGS gegründet worden war.

Mit 18 zu 15 Stimmen lehnte der Ausschuss diese Empfehlung an den Rat allerdings ab. Beinahe wäre die von SPD und Grünen gewünschte finanzielle Aufstockung der Gelder für die Offene Ganztagsgrundschule gelungen. Dierk Timm (SPD) beantragte nach der emotionsgeladenen Diskussion eine geheime Abstimmung. Seine Spekulation war richtig: Zwei Vertreter aus dem Lager von CDU und FDP hatten offenbar den Beschlussvorschlag der SPD gutgeheißen, 1730 Euro pro Schuljahr für jedes an den „außerunterrichtlichen Angeboten“ der OGS teilnehmenden Kind zu gewähren.

Das hätte ab 2010 einen jährlichen Beitrag von 130 Euro pro Kind bedeutet. Bislang setzen sich die Kosten von 1600 Euro für jeden OGS-Platz zusammen aus 820 Euro Landesmitteln und 780 Euro Elternbeiträge. Die Stadt bietet die Bereitstellung der Räume und Energiekosten.

Betroffen sind in der Stadt zurzeit 2064 Kinder an neun Einrichtungen. Sprecher der GiP beklagten, dass sie seit Beginn der Arbeit keine Lohnverbesserungen erhalten hätten. Zudem, so GiP-Vorsitzende Maria Rach, seien gute Kräfte in andere Kommunen abgewandert, wo besser bezahlt werde. Wirklich gute Kräfte könne man kaum noch dazu bewegen, in Pulheim zu arbeiten. Dadurch riskiere man, langfristig die hohe Qualität der außerschulischen Bildungsarbeit zu verlieren.

Zur Deckung der Mehrausgaben schlug Dierk Timm vor, Geld in anderen Ressorts einzusparen. Um die notwendigen zusätzlichen 100 000 Euro zusammenzubekommen, sollen die Beträge „Orgauntersuchungen“ (das sind in Auftrag gegebene Gutachten) mit etwa 70 000, im Bereich Bauunterhaltung weitere 20 000 Euro und bei der Straßenunterhaltung noch einmal 10 000 Euro eingespart werden.

Die Kritiker aus den Reihen der CDU und FDP monierten die Forderung am Rand der Sitzung mit deutlichen Worten. „Es geht gar nicht um die Bildung der Kinder, sondern ums eigene Portemonnaie“, so wurde gesagt. Der Rat entscheidet am 15. Dezember endgültig über den Antrag.



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


rundschau-schulfinder

Finden Sie die passende Schule für Ihr Kind

Stadt:
und
PLZ:
und / oder Schulform
Gymnasium
Hauptschule
Realschule
Gesamtschule


WAS.WANN.WO.


KR-EXTRA


Bildergalerien


RHEINLAND WETTER


Rundschau-Service


Top-Links

Anzeige


Ihre Top-Artikel


Extra


Lokalsport


 

Extra


Dienste