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„Wir dürfen nicht ,rumeiern'“

Von LARS HEYLTJES, 26.11.09, 07:06h

An vier Stellen hakt der Streckenverlauf des Dhünnkorridors noch. Vor allem in Anschlussbereich zwischen Osenau und Leverkusen-Hummelsheim ist unklar, wo die Wanderfreunde und...

ODENTHAL. An vier Stellen hakt der Streckenverlauf des Dhünnkorridors noch. Vor allem in Anschlussbereich zwischen Osenau und Leverkusen-Hummelsheim ist unklar, wo die Wanderfreunde und Radfahrer die Natur genießen sollen. Der Korridor ist ein Projekt der Regionale 2010.

In Osenau könnte die Strecke hinter dem Penny-Markt zum Kreisverkehr führen. Hier wird die L 101 (Altenberger-Dom-Straße) überquert, auf der der Weg weiterführt. Alternativ könnte die Reise nach dem Supermarkt durch den Auenweg, über die Osenauer Straße, am Teich entlang bis zum St.-Pankratius-Stift führen. Für den Lückenschluss hat die Gemeinde bereits 226 400 Euro erhalten. Verbraten wird diese Summe aber wohl nicht mehr das Planungsbüro Loidl, das beim Umbau in Altenberg federführend ist. „IsaPlan“ aus Leverkusen verlangt lediglich 5665 Euro Honorar, Loidl hatte 13 412 veranschlagt: „Durch den Wechsel entstehen uns keine Nachteile“, so Michael Lange von der Verwaltung. Der Kreis hat seinen Anteil von 68 000 Euro schon überwiesen.

Die Streckenführung entlang des Mühlenwegs ist ebenso unklar wie die zwischen Menrath und Altenberg. Auch die Frage der Querung des Eifgenbachs zwischen Schöllerhof und Märchenwald bleibt offen. Die bereits existierende Brücke soll verlängert werden. Hier muss der Flutgraben wiederhergestellt werden, der sich bei Hochwasser bildet. Die Route streift immer wieder Naturschutz- oder FFH-Gebiete, alternative Wege müssen noch mit den betroffenen Grundstückseigentümern abgeklärt werden. Das stieß einigen Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt, Tourismus, Kultur und Verkehr sauer auf: „Die Eigentumsfragen müssen geklärt werden. Das Projekt ist sonst nicht mehr transparent“, forderte Klaus-Uwe Brodersen (CDU).

Für Kopfschütteln sorgte die Tatsache, dass zu keiner der Alternativen genaue Zahlen existieren. Die Finanzierung wollte Jochen Vogel (UWG) möglichst bald geklärt wissen: „Wir dürfen nicht ,rumeiern, sondern benötigen einen Plan, der das Ziel, den zeitlichen Ablauf und die Kosten klärt.“ Die offenen Fragen will die Verwaltung innerhalb der nächsten Woche klären.



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