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Kommentar zu Pechstein

Zwiespältig

Von Joachim Schmidt, 25.11.09, 22:19h

Es war aufgrund der langen Wartezeit von fünf Wochen bis zur gestrigen Urteilsverkündung davon auszugehen, dass Claudia Pechstein von der obersten Instanz des internationalen Sports vom Dopingvorwurf freigesprochen würde.

Währenddessen verstrichen für die Athletin wichtige Termine, die bei einem Freispruch im Hinblick auf die Winterspiele wichtig gewesen wären. Hier wurde nicht gut, was lange währte.

Das bezieht sich jedoch nicht allein auf die Sportlerin, die vor den Scherben einer großen Karriere steht. Denn wenn sich schon Dopingexperten uneins darüber sind, wie in diesem Fall verfahren wurde, zeigt dies die ganze Problematik.

Zumindest wurde bei der Welt-Anti-Doping-Agentur eine Lehre daraus gezogen: Künftig soll beim so genannten Blutpass-Programm nicht mehr nur ein Wert - wie derzeit - zum Nachweis des Dopens herangezogen werden, sondern neun verschiedene.

Würde es so kommen, wäre das ein Fortschritt, für Claudia Pechstein aber kein Trost. Für sie ist ihre Verurteilung ein zu hoher Preis.



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