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Musik im Ziehharmonikabus

Von EVA JUNGGEBURTH, 05.12.09, 07:03h

Vielleicht sieht man das Rockmobil nicht sofort, weil es auf dem Hof hinter dem Jugendzentrum parkt. Dafür hört man es umso besser. Irgendjemand drischt auf ein Schlagzeug ein,...

BERGHEIM-OBERAUSSEM. Vielleicht sieht man das Rockmobil nicht sofort, weil es auf dem Hof hinter dem Jugendzentrum parkt. Dafür hört man es umso besser. Irgendjemand drischt auf ein Schlagzeug ein, Mädchenstimmen singen ein Lied von Alicia Keys, und ein Keyboard klimpert die Melodie vom Titanic-Soundtrack. Dass die Musik aus einem Bus kommt, der von außen wie ein herkömmlicher Linienbus aussieht, kann nur eins bedeuten: Das Rockmobil macht wieder in Bergheim Station.

Der 18 Meter lange Ziehharmonikabus ging erstmals 1990 auf Tour. Es gibt einen schallgedämmten Bandproberaum, einen multifunktionalen Raum und eine Abteilung für elektronische Instrumente. „Wir haben mehr als 20 Instrumente mit an Bord“, erläutert Hans Dieter Klug vom Mobilen Musiktreff e.V. Ein Schlagzeug und ein E-Drumset, mehrere Congas und verschiedene Percussion-Instrumente, E-Gitarren und -Bässe, Keyboards mit Verstärkern und viele mehr stehen den Kindern und Jugendlichen zur Verfügung.

In Oberaußem startete die „Jamtour - School of Rock“ des Freiraum e.V. in Kooperation mit dem Mobilen Musiktreff. 25 musikinteressierte Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren besuchten den Bus am ersten Tag. „Einige haben schon Vorkenntnisse, manche aber noch nicht“, berichtet Klug. Vor allem Letzteren standen zwei Musiker der Band „The Black Sheep“ unterstützend zur Seite. Zehn von ihnen meldeten sich verbindlich an, um das ganze Wochenende über gemeinsam Musik zu machen, und schließlich sogar eine eigene CD aufzunehmen.

Die zwölf Jahre alte Cassandra Uerlich war eine der Musikbegeisterten. „Ich singe gerne. Vielleicht könnte ich am Wochenende etwas von Lady Gaga, Vanessa Hudgens oder Hannah Montana singen.“ Die geübte Sängerin von „The Black Sheep“, Charly Klauser (19), gab den Jugendlichen Tipps und half zum Beispiel dabei, den Unterschied zwischen Gitarre und Bass herauszufinden. „Die Jugendlichen sind nicht alle auf dem gleichen musikalischen Stand. Dafür sind wir da“, sagt Klauser. Einige seien noch schüchtern und verhalten. „Das werden wir ihnen am Wochenende schon austreiben“, sagt die Sängerin schmunzelnd.



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