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Der Star ist 35 Meter lang und acht Meter hoch

Von PETER HEUCHEMER, 06.12.09, 19:26h

Ein erstauntes „Wow!" geht fast allen Besuchern über die Lippen, die in das Zelt im Garten des Museums Koenig treten. Und den übrigen steht es zumindest unverkennbar ins...

BONN. Ein erstauntes „Wow!" geht fast allen Besuchern über die Lippen, die in das Zelt im Garten des Museums Koenig treten. Und den übrigen steht es zumindest unverkennbar ins Gesicht geschrieben. Wer will es ihnen verdenken, sehen sie sich doch dem größten, jemals gefundenen Dinosaurier gegenüber: Argentinosaurus heißt der vierbeinige, langhalsige Riese, der mit seinen 38 Metern Länge und acht Metern Schulterhöhe nicht in das Museumsgebäude gepasst hat.

Derart groß gewachsen, macht der Star der insgesamt 26 ausgestellten Dinos aber auch Probleme: „Ich bekomme ihn einfach nicht komplett aufs Bild!", sagt Rosemarie Euskirchen, die mit ihrem Fotoapparat im Anschlag das Podest am Zelteingang nach einer geeigneten Position für einen Schnappschuss absucht.

Wie so viele andere Besucher, sind auch sie und ihr Ehemann Heinz Otto mit Enkel Felix zum ersten Ausstellungswochenende von „Dinosaurier - Giganten Argentiniens" gekommen. „Wir haben davon in der Zeitung gelesen", erklären die Euskirchens, die extra aus Düren angereist sind. Enkel Felix ist großer Dino-Fan und kennt die ausgestellten Exemplare fast alle mit Namen, berichtet seine Oma stolz. Während der Siebenjährige in einer Ecke an einem Dinopuzzle bastelt, erzählen die Eheleute von ihren Eindrücken. „Wir sind bereits einmal komplett durchgegangen und haben uns auch oben alles angeschaut. Wirklich beeindrukend, was man hier sieht", sagt Heinz Otto Euskirchen.

Oben, das ist der restliche Teil der Ausstellung im ersten Obergeschoss, in dem die weiteren Dinoskelette, Fossilien und auch echte Knochen aus der Zeit der Entstehung der Dinos vor etwa 230 Millionen bis zu ihrem Aussterben vor 65 Millionen Jahren präsentiert werden.

„Es ist wirklich schön, die Kinder so begeistert zu sehen", sagt Dagmar Hauser, die mit einer zehnköpfigen Kindergeburtstagsgruppe zu Besuch ist. „Vor allem ist es für die Kinder mal ein ganz anderes Erlebnis, heutzutage, wo viele ja nur noch vor der Glotze hängen." Tatsächlich scheint es so, als könnten gegen die Dinos alle 08 / 15-Helden aus Trickfilmserien und Videospielen einpacken, so viel Spaß wie die Kleinen aus Hausers Gruppe haben. Angst, zum Beispiel vor dem großen Fleischfresser Giganotosaurus, haben die Kinder keine. „Der kann ja nichts mehr tun", lautet die pragmatische Antwort der sechsjährigen Maja. Im Zelt neigt sich der Besuch von Felix und seinen Großeltern dem Ende zu. Ob sich die 70 Kilometer Anfahrt denn gelohnt haben? „Auf jeden Fall!".

 www.dinos-in-bonn.de



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