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Poldi-Party

40 000 Kölner Fans feiern Rückkehr

Von Julian Hylla, 26.07.09, 17:26h, aktualisiert 27.07.09, 09:34h

Über 40.000 Fans trafen sich am Sonntag im Kölner Stadion, um die Rückkehr ihren „Prinzen Poldi“ zu feiern und noch ein Autogramm zu ergattern. Tainer Soldo verprach, der FC solle wieder eine Macht werden.

Lukas Podolski
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Heiß begehrt: Lukas Podolskis Autogramme. (Bild: dpa)
Lukas Podolski
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Heiß begehrt: Lukas Podolskis Autogramme. (Bild: dpa)
Köln - KÖLN - Ein ungewohnter Anblick: An allen vier Eingängen zum Rheinenergie-Stadion in Müngersdorf drängten sich an diesem Tag dicht an dicht unzählige Buggys und Kinderwagen. Auch im Stadion ein eher seltenes Bild: Wo Papa sonst mit dem Kölsch in der Hand und den Kumpels im Arm durch die Gänge flaniert, hatte er heute die Tochter auf den Schultern und den Filius an der Seite. Am Sonntag lud der 1. FC Köln zum riesigen Familienfest ans und ins Stadion, um offiziell den Saisonauftakt zu feiern. Rund 40 000 Fans ließen sich nicht lange bitten, und kamen mit Kind und Kegel.

„Mir stonn zu dir, FC Kölle“, - auch nach oder gerade wegen der Pleite gegen die Bayern am Freitag: Den Fans kam „ihre“ Hymne geradezu inbrünstig über die Lippen. Von den Kleinsten, die sich ihre Nasen am Gitter der Südkurve platt drückten, bis zum alteingesessenen Fan - alle waren sie gekommen. „Der FC bedeutet für mich einfach nur viel Spaß“, schilderte Jürgen Kuhn. Selbst unter den vielen verrückten Outfits, die an diesem Tag zu sehen waren, war er in seinem Lappenclown-Kostüm noch ein Blickfang. Knapp eine Woche hatte seine Frau daran gesessen - von Kopf bis Fuß in „rut un´ wieß“. Sein Kumpel Jürgen Euler im gleichen Kostüm trug zusätzlich noch mehrere Geißböcke aus Plüsch vor sich her. Seit 54 Jahren sei er nun FC-Fan, erklärte er nicht ganz ohne Stolz.

Punkt 12.30 Uhr waren die zahlreichen Attraktionen rund ums Stadion für einen Moment vergessen. Der Grund: Die offizielle Mannschaftsvorstellung auf dem Rasen. Und spätestens, als „er“, der Prinz, das Grün betrat, hielt es die 40 000 Menschen nicht mehr auf ihren Sitzen. Lukas Podolski selbst nahm es mit der gewohnten Gelassenheit: „Ich freue mich über die Unterstützung der Fans und will das in der kommenden Saison zurückgeben“, sagte der 24-Jährige.

Vom Rasen wurde Podolski dann abgeschirmt zur Autogrammstunde vor das Stadion geleitet. In Windeseile hatte sich vor den Absperrgittern eine hunderte Meter lange Schlange gebildet. Alle wollten sie eine Unterschrift vom Rückkehrer. Als dann der Weg zu ihrem Idol frei war, gab es kein Halten mehr - im Sprint ging es zum Tisch von Lukas Podolski. Den Trubel tat sich der neunjährige Falk jedoch nicht an. Sein Lieblingsspieler beim FC sei ohnehin Mittelfelder Fabrice Ehret, bekannte er.

Auf seine Kosten kam gestern wirklich jeder - nicht nur, weil die gesamte Feier keinen Eintritt kostete, sondern auch aufgrund des umfangreichen Rahmenprogramms: Live-Musik von „5 vor 12“ sowie „Linus & Band“, Torwandschießen, Kletterwände, eine riesige Tischfußball-Anlage - die Wiesen rund ums Stadion glichen einem Vergnügungspark für Fußballverrückte. Jetzt muss nur noch der sportliche Saisonauftakt am 8. August gegen Dortmund ähnlich erfolgreich verlaufen.



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