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Deutschlandtour-Auftakt

Steinmeiers Lizenz zum Siegen?

Erstellt 04.08.09, 11:31h

Der SPD-Kanzlerkandidat bricht zu seiner viertägigen „Deutschland-Reise“ auf, auf der er für sein Konzept für vier Millionen neue Jobs werben will. Den Anfang macht er in NRW; gegen Abend wird er auf einem Empfang in Köln erwartet.

Frank-Walter Steinmeier
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Frank-Walter Steinmeier bricht zu seiner "Deutschland-Tour" auf. (Bild: dpa)
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Frank-Walter Steinmeier bricht zu seiner "Deutschland-Tour" auf. (Bild: dpa)
KÖLN/DORTMUND/HERTEN - Knapp acht Wochen vor der Bundestagswahl hat SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier am Dienstagvormittag seine "Deutschland-Reise" begonnen. Steinmeier beginnt seine Reise in Herten im Kreis Recklinghausen, wo er ein Wasserstoff-Kompetenzzentrum besichtigen will. Anschließend macht er Station in Menden, Dortmund und Köln; hier steht am Dienstagabend um 20 Uhr ein "Empfang für Kultur- und Kreativwirtschaft" im Stadtgarten an der Venloer Straße auf dem Programm.

Mit der Wahlkampf-Tour will der Außenminister für den "Deutschland-Plan" werben, den er am Montag in Berlin vorgestellt hatte. Das Konzept soll dazu dienen, bis 2020 vier Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen, vor allem durch den Ausbau von umweltfreundlichen Technologien und im Gesundheitssektor. Kritik an seinem "Deutschland-Plan" wies Steinmeier am Vormittag erneut zurück: "Vier Millionen Arbeitsplätze in zehn Jahren, das ist realisitisch. Das ist machbar."

Auftaktort von Steinmeiers Reise war die nordrhein-westfälische Stadt Herten, wo der Vizekanzler ein Wasserstoff-Kompetenzzentrum besichtigen wollte. Bis Ende August will Steinmeier in 14 von 16 Bundesländern Station machen. In allen Umfragen für die Wahl liegt die SPD weit hinter der Union zurück.

Steinmeier hält Abbau der Arbeitslosigkeit für möglich

Steinmeier hat derweil die Arbeitsplatzziele seiner Partei als "realistisch" verteidigt. Die Zahl der Erwerbstätigen müsse von derzeit 31 Millionen auf über 33 Millionen steigen, sagte Steinmeier am Montagabend im ZDF-"Heute-Journal". "Politik muss jetzt die Weichen dafür stellen." Im SPD-Programm werden vier Millionen neue Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 angestrebt. Er gehe aber davon aus, dass auch in den nächsten zehn Jahren Arbeitsplätze verloren gehen, sagte Steinmeier.

Der SPD-Politiker und Außenminister wies daraufhin, dass durch die Politik der rot-grünen Regierung bereits nach 2003 die Zahl der Arbeitslosen von fünf auf drei Millionen reduziert worden sei. In der Gesundheitswirtschaft seien in den letzten 10 bis 15 Jahren bereits eine Million Arbeitsplätze neu entstanden. Angesichts der alternden Gesellschaft könne dies auch in Zukunft gelingen. (dpa, kr)



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