iTunes war ursprünglich nur eine Musikverwaltungssoftware für den iPod, Apples tragbaren Audio-Player. Inzwischen kann das Programm aber deutlich mehr. Es versteht sich auf Filme, Fernsehsendungen, Hörbücher, Internet-Radio, sowie auf Klingeltöne und Programme für das iPhone. Mit dem ebenfalls integrierten iTunes Store feierte Apple in den letzten Jahren einen Erfolg nach dem anderen. Der Online-Laden für alle möglichen Multimedia-Inhalte bietet aber mehr als nur Kommerz. Die Rede ist von iTunes U, einer Art digitalen Bibliothek für Uni-Vorlesungen, Interviews und Kurzfilme.
Alle iTunes-U-Downloads sind kostenlos und können auf PC, Mac, iPod oder iPhone abgespielt werden. iPod-Touch- und iPhone-Besitzer können, eine WLAN-Verbindung vorausgesetzt, den Download auch direkt von ihrem Gerät aus anstoßen, ganz ohne Computer. Auch das Streamen der Vorlesungen und Kurzfilme ist möglich. Beim iPhone sogar über das Mobilfunknetz. Ohne ausreichend dimensioniertes Datenpaket vom Mobilfunkanbieter, kann die Sache aber teuer werden. Es ist also ratsam vorher den Tarif zu überprüfen.
Auf der Startseite von iTunes U erwartet den Benutzer ein grober Überblick an gerade angesagten Inhalten. Rechts werden die Top-Downloads aufgelistet, die linke Seite dient der Navigation. Der neugierige Wissensdurstige kann in Kategorien wie beispielsweise Literatur, Business, Mathematik, Sprachen, Naturwissenschaften und Geschichte stöbern. Allerdings ist iTunes U zum größten Teil nur in englischer Sprache verfügbar. Erst vier deutsche Unis beteiligen sich an Apples Wissens-Plattform: Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik der Uni Potsdam, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen. Die Liste der renommierten britischen und US-amerikanischen Hochschulen ist dagegen lang: Cambridge, Yale, Stanford, Harvard, MIT, Oxford, Berkeley, Edinburgh...
Aber auch bekannte Museen und andere Einrichtungen sind unter dem Eintrag "Beyond Campus" vertreten. Darunter das Schloss Versailles, die Tate Gallery und das United States Holocaust Memorial Museum. Egal für welches Wissensgebiet man sich interessiert, es ist für Jeden etwas dabei.