Im Informations-Container sollen Interessierte sich über die Planung des Rheinboulevards informieren können. (Foto: Schmülgen)
Im Informations-Container sollen Interessierte sich über die Planung des Rheinboulevards informieren können. (Foto: Schmülgen)
Im Laufe der Planung waren die Kosten für den Rheinboulevard erheblich ausgeufert, von ursprünglich zwölf auf 18 Millionen Euro gestiegen. Nun müsse jedoch die Devise gelten: "Schluss! Aus! Deckel drauf!", betonte Oberbürgermeister Fritz Schramma, als er gestern aus den Händen von NRW-Bauminister Lutz Lienenkämper den ersten Bewilligungsbescheid des Landes über zwei Millionen Euro entgegennahm. Die Stadt rechnet damit, dass sich das Land mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt 14 Millionen Euro an der Aufwertung des Deutzer Ufers beteiligt, deren zentrales Element eine 500 Meter breite Freitreppe bilden wird.
Der Rheinboulevard gehört zu den Kölner Projekten im Rahmen der Regionale 2010, mit denen die Stadt ihre beiden Rheinufer verbinden und auf "gleiche Augenhöhe" bringen will. Die neue Freitreppe werde einen herrlichen Blick auf die Altstadt bieten und gleichzeitig den Betrachter von der gegenüberliegenden Rheinseite nach Deutz locken, prophezeite der OB. "Wir erhöhen jedoch nicht nur die Aufenthaltsqualität, wir schaffen auch ein Stück Heimat", unterstrich Lienenkämper. Die Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen und im Frühjahr 2012 abgeschlossen sein, wie der Regionale-Geschäftsführer Dr. Reimer Molitor ankündigte.
In die Planung des Rheinboulevards hatte die Stadt die Bürgerschaft einbezogen. Diesen Dialog will sie nun mit einem Informations-Container vor Ort fortsetzen, in dem das Bauvorhaben in Wort und Bild ausführlich vorgestellt wird. Die Interessierten müssen sich allerdings noch eine Weile gedulden: Die Öffnung des Info-Containers vor dem Landeshaus des Landschaftsverbandes ist erst ab dem kommenden Jahr geplant. An Sonntagen soll dann ein städtischer Mitarbeiter für einige Stunden als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.