Von Christian Deppe, 25.10.09, 13:32h, aktualisiert 26.10.09, 12:56h
Untersuchungen mit Ultraschall
Der Theorie, ein Loch in der 37 Meter in die Erde eingelassenen Stützwand könnte die Baugrube an der Severinstraße im März zum Einsturz gebracht haben, wurde schon frühzeitig diskutiert. Ebenso auch die Vermutung, die Ursache könne in einem so genannte hydraulischen Grundbruch liegen, bei dem Grundwasser und Erdmassen von unten in die Grube eindringen. Letztere These sei nach Bohrungen und Bodenproben aber zunehmend in den Hintergrund gerückt. Im Zuge des Beweissicherungsverfahrens, bei dem die Staatsanwaltschaft von externen Fachleuten unterstützt wird, sollen sich dagegen auch nach Ultraschalluntersuchungen die Hinweise auf einen Schaden am unteren Ende der Schlitzwand verdichtet haben, heißt es. Um Gewissheit zu erlangen, müsste die Wand jedoch freigelegt werden, woran nicht nur die Staatsanwaltschaft, sondern alle Beteiligten interessiert sein dürften. Wann das möglich ist, kann derzeit allerdings niemand beantworten. Noch ist nicht einmal der Archivschutt, der in bis zu 20 Metern Tiefe liegt, vollständig geborgen. Und das dürfte auch noch Monate dauern.
An der Schlitzwand seien schon während des Aushubs Undichtigkeiten aufgetreten, jedoch nicht an der Stelle, wo es zum Verbruch gekommen sei, sagte Prüfingenieur Rolf Sennewald gestern der Rundschau. Von den Fehlstellen habe er erst nach dem Unglück Kenntnis erhalten. Hätte er früher erfahren, dass die Wassereinbruchsmenge deutlich überschritten wurde, hätte er auf einen sofortigen Baustopp gedrängt, so Sennewald, der von den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) mit der technischen Bauaufsicht betraut worden war. Vergeblich habe er gefordert, ihm auch die Bauüberwachung zu übertragen. Das machen wir selbst, hätten ihm die KVB mitgeteilt.
Der Einsatz zusätzlicher Brunnen, der vor Monaten bekannt geworden war, schien die These von einem Grundbruch zu erhärten und brachte vor allem die KVB in Erklärungszwang. Sollte sich erweisen, dass es keinen Grundbruch gab, würde das die Bewertung des Unglücks entscheidend beeinflussen - und auch die Frage, ob die KVB oder die Arbeitsgemeinschaft der bauausführenden Firmen für das Unglück zur Rechenschaft gezogen werden müssen. „Wir warten das Ergebnis der Ermittlungen ab und beteiligen uns nicht an Spekulationen“, erklärte auf Anfrage KVB-Technikvorstand Walter Reinarz.
ARGE tauchte vergebens ab
29.10.2009 | 13.30 Uhr | nöres
Kommentar von nöres im KStA, dem man sich nur anschließen kann:
ARGE tauchte vergebens ab
Es wurde in den Foren immer wieder nachdrücklich darauf…
Misstrauen und Geheimniskrämerei
25.10.2009 | 16.22 Uhr | gunther82
Wahrscheinlich besteht das Hauptrisiko, die Schadstelle in etwa 40 Metern Tiefe direkt zu begutachten darin, daß noch mehr " gegensätzliche…
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