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Tödlicher Unfall

72-Jähriger von Zug überrollt

Von Manfred Hilgers, 28.10.09, 18:53h, aktualisiert 29.10.09, 11:26h

In Mechernich-Strempt ist am Mittwochabend ein 72 Jahre alter Mann von einem Zug überrollt worden. Er war auf der Stelle tot. Der Senior hatte trotz geschlossener Bahnschranken zusammen mit seinem Hund den Übergang passiert.

Zugunfall
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Die Reisenden mussten den Unfallzug verlassen. (Bild: Hilgers)
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Die Reisenden mussten den Unfallzug verlassen. (Bild: Hilgers)
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Einsatzkräfte am Unfallort. (Bild: Hilgers)
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Mechernich - Von einem Zug, der gestern um kurz vor 17 Uhr von Köln in Richtung Trier unterwegs war, wurde ein 72 Jahre alter Mann in Strempt erfasst und tödlich verletzt. Er hatte mit seinem Hund den Bahnübergang überquert, als der Zug von Mechernich kommend heranrollte. Um diese Zeit passieren zwei Züge in kurzem Abstand den Bahnübergang in Strempt. Der Zug aus Trier war gerade durchgefahren, als der 72-Jährige trotz der Sicherung durch die herabgelassenen Halbschranken auf die Gleise trat. Offenbar hatte er den von Mechernich kommenden Gegenzug nicht bemerkt.

Vollbremsung eingeleitet

Der Zugführer leitete zwar sofort eine Vollbremsung ein, doch hatte er keine Chance, den Zug rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Erst nach rund 300 Metern kam der Nahverkehrszug in Höhe des zweiten Strempter Bahnübergangs zum Stillstand.

Der 72-Jährige wurde vom Zug erfasst und etwa 20 Meter durch die Luft geschleudert, der Hund noch einige Meter weiter. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Auch sein Hund überlebte den Aufprall nicht. Ein Polizist aus Kall, der nach Dienstschluss im Zug auf dem Heimweg war, koordinierte den Einsatz der ersten Rettungskräfte an der Unfallstelle. Die eingesetzten Rettungskräfte wurden mit schrecklichen Bildern konfrontiert. Anhand seines Schlüsselbunds konnte der Mann identifiziert werden. Ausweispapiere hatte er nicht dabei.

Während der Dauer der Bergungsarbeiten war die Bahnstrecke zwischen Mechernich und Kall gesperrt. Einige im Zug sitzende Reisende verließen diesen kurze Zeit nach dem Unfall. Andere Passagiere konnten den Zug, der teilweise an einer Böschung zum Stillstand gekommen war, mit Hilfe der Feuerwehr über Leitern verlassen. Manche konnten ihren Heimweg zu Fuß antreten, andere informierten mit Handys ihre Angehörigen oder Freunde, die sie in Strempt abholten.

Ein Notfallmanager der Bahn kümmerte sich vor allem um die Passagiere, die nach Gerolstein oder Dahlem unterwegs waren. Er sorgte dafür, dass sie noch am Abend nach Hause kamen.

Zudem richtete die Bahn während der bis in die späten Abendstunden andauernden Sperrung des Streckenabschnitts einen Pendelbusverkehr zwischen Mechernich und Kall ein, so dass die Unfallstelle umfahren werden konnte.



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