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Kommentar – Sanierung von Opel

Ungewiss

Von Ralf Arenz, 26.11.09, 09:17h

Nach dem anfänglichen Enthusiasmus die Ernüchterung: Die Opel-Standorte bleiben, doch allein in Deutschland werden mindesten 5400 Stellen wegfallen. Und es gibt weitere Wackelkandidaten.

Am Ende der Charme-Offensive von GM-Europe-Interimschef Nick Reilly gab es knallharte Fakten. Der Stellenabbau bei Opel und der Schwester Vauxhall trifft Deutschland besonders hart. 5400 Stellen fallen hier weg, also etwa jede Fünfte. Das trübt die Freude darüber doch deutlich, dass kein Werk geschlossen wird.

Wie das Gesamtkonzept für Europa aussieht, ist noch unklar. Das Werk Antwerpen dürfte aber dem Untergang geweiht sein. Hier sollen 2000 der 2500 Stellen wegfallen. Da bleiben wohl zu wenig Mitarbeiter übrig für eine Autoproduktion in ansehnlicher Stückzahl.

Die Frage scheint nur, ob GM einen harten Schnitt will oder ob es ein Sterben auf Raten gibt. Letzteres ist auch für Bochum und Eisenach nicht ausgeschlossen. GM hat gewaltige Überkapazitäten in Europa. Den Markt könnte das Unternehmen auch mit weniger Werken bedienen. Und nach Werksschließungen könnte GM wohl günstiger produzieren als mit dem sich jetzt abzeichnenden Stellenabbau über alle Werke in Europa, die dann immer noch nicht ausgelastet sind.

Es steht also zu befürchten, dass Kostensenkungen auch nach der aktuellen Sparrunde bei GM auf der Tagesordnung stehen bleiben. Durchatmen können deshalb noch nicht einmal die Mitarbeiter, die jetzt noch ihren Arbeitsplatz behalten dürfen.



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