Schriftgröße

Harmonieliebe und Hardrock ganz professionell

Von ULRIKE WEINERT, 08.12.09, 07:03h

Sie klingen spieltechnisch reiner, harmonischer im Zusammenspiel und variantenreicher in der Interpretation als je zuvor: Was Pavel Schickmann aus dem Akkordeon-Orchester Gleuel...

FRECHEN. Sie klingen spieltechnisch reiner, harmonischer im Zusammenspiel und variantenreicher in der Interpretation als je zuvor: Was Pavel Schickmann aus dem Akkordeon-Orchester Gleuel beim Jahreskonzert herausholte, darf getrost als professionell bewertet werden.

Temperamentvoll und mit viel Gefühl dirigierte Schickmann durch das zweistündige Programm im Bürgerhaus. Einen Titel hatte das Akkordeon-Orchester dem musikalischen Nachmittag nicht gegeben. Aber die Auswahl führte meistens in den Süden, sogar bis in die Südsee, wo das Orchester den „Fluch der Karibik“ beschwor. Dazu erschienen ein kleiner Seefahrer mit einer Piratenflagge, so groß wie er selbst, und ein Johnny-Depp-Darsteller mit Rasta-Zöpfen.

Christiane Winkler führte witzig durch die Show und vermittelte nebenbei locker Wissenswertes über die Musikstücke. Als Profi-Gast am Schlagzeug trieb André Philippi, Dozent an der Musikschule Frechen, das Spiel voran und akzentuierte es.

Den Bossa Nova

im Bigband-Stil

dargeboten

Zur Eröffnung gab es Klassisches von Gioachini Rossini mit der „Italienerin in Algier“ und Georges Bizets Farandole aus der LArlésienne-Suite, exzellent ausgeführt nicht nur im Auf- und Abschwellen der Passagen.

„Dagmar Severt und Lothar Fischer werden uns jetzt zeigen, dass das kleine Akkordeon nicht die Verwandtschaft zur großen Kirchenorgel scheuen muss“, kündigte Christiane Winkler die Duo-Interpretation von Bachs Präludium in e-Moll an. Die beiden Solisten ließen aber auch das Spinnrad schnurren in „Fileuse“ und servierten „Tea for Two“ in den Rhythmen von Gesellschaftstänzen.

Vor der Pause erzählten die Akkordeonisten die West-Side-Story im Schnelldurchlauf. Nach der Pause trat das Jugendorchester mit „Moment of Glory“ von den Scorpions den Beweis an, „dass Philharmonisches und Hardrock auf dem Akkordeon machbar sind“, wie nicht nur die Moderatorin fand. Für den Persischen Marsch von Johann Strauß Vater schnallte Pavel Schickmann sein Akkordeon um und verstärkte die kleine Nachwuchsspielergruppe.

An Bigband-Stil erinnerte der Bossa Nova „Ipanema“ vom Hauptorchester. Der Léhar-Walzer „Gold und Silber“ war zwar als letztes Stück gedacht. Aber ohne Zugaben durften sich die Mitglieder des Akkordeon-Orchesters Gleuel natürlich nicht auf den Heimweg begeben.



Die Kölnische Rundschau im Abonnement erhalten JETZT BESTELLEN!
4 Wochen Rundschau zum Vorzugspreis. Sie sparen mehr als 35%.

Newsticker


Anzeige


Bildergalerien


Veranstaltungssuche

 

Veranstaltungs-Tipps

Manic Street Preachers

22. April 2012,
E-Werk Köln

 

Kino & Film - Suche


Rundschau-Service


RHEINLAND WETTER


Rundschau-Forum


Rundschau-Service


Extra


Top-Links (Anzeige)


Lokalsport



Extra


Dienste