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1. FC Köln

Ein Tor fehlt zum Glück

Von Kerstin von Kalckreuth, 07.12.09, 21:50h

Nach dem 0:0 gegen den SV Werder Bremen gab es beim 1. FC Köln eine gelungene Weihnachtsfeier im Brühler Phantasialand. Einzig und allein ein Tor fehlt den FC-Kickern zum Glück, nachdem Zvonimir Soldos Team drei Heimspiele in Folge leer ausging.

Lukas Podolski
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Lukas Podolski wartet seit langer Zeit auf einen Torerfolg. (Bild: dpa)
Lukas Podolski
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Lukas Podolski wartet seit langer Zeit auf einen Torerfolg. (Bild: dpa)
KÖLN. Weihnachtsfeiern können sehr unangenehm für Profi-Mannschaften werden, die lange nicht gewonnen haben. Die Mönchengladbacher können ein nicht sehr besinnliches Liedchen davon singen, wie ihnen vor einigen Jahren die Weihnachtsgans bei permanenter Kritik von rechts und links schmeckte. Den Profis des 1. FC Köln erging es am Sonntagabend besser. Sie waren zwar gegen den SV Werder Bremen nicht über ein 0:0 hinausgekommen, wurden aber dennoch von den FC-Mitarbeitern bei der offiziellen Vereins-Weihnachtsfeier im Phantasialand in Brühl überaus freundlich behandelt.

Erstens ist der SV Werder ja nicht irgendwer, sondern immerhin Tabellenzweiter und Anwärter auf den Meistertitel. Zweitens hatten die FC-Mitarbeiter in der jüngsten Vergangenheit so viele wirklich schlechte Spiele ihrer Mannschaft ertragen müssen, dass die engagierte Darbietung gegen Bremen als deutlicher Schritt nach vorne gewertet wurde. Immerhin entsprangen dem allgemeinen Kampf vier Torchancen. Zum Vergleich: In dieser Saison liegt der Schnitt der Geißböcke in dieser Kategorie bei mageren 2,3. Dass trotzdem zum dritten Mal im eigenen Stadion kein Tor gelang, ärgerte vor allem die Stürmer: „Der Nova hatte zwei Hundertprozentige. Der Ärger ist schon da, dass wir die Chancen nicht reinmachen“, kritisierte Lukas Podolski: „Das Spiel nach vorn bleibt unser Manko, daran müssen wir arbeiten.“

In den ersten Minuten hatte es tatsächlich so ausgesehen, als ob sich Milivoje Novakovic und Lukas Podolski zusammenraufen würden. Nach seiner ersten Großchance (14.) nach einer Flanke von Podolski tauchte „Nova“ dann aber weitestgehend ab. Podolski fiel ebenfalls nur noch durch wenige, allerdings ausgewählt gute Zuspiele auf. Trainer Zvonimir Soldo verzichtete auch gestern auf ausdrückliche Kritik an seinen torlosen Star-Stürmern, mahnte aber: „Meine Mannschaft arbeitet sehr gut nach hinten, aber jetzt müssen wir langsam auch Tore schießen.“ Zu nur sieben Treffern hat es in bisher 15 Saisonspielen gereicht, fünf Mal hat der FC torlos unentschieden gespielt. Bemerkenswert, dass die Minimalisten vom Rhein dennoch mit 14 Punkten auf Rang 14 der Tabelle stehen.

Faryd Mondragon

weiterhin verletzt

Es spricht für sich, dass es Schlussmann Thomas Kessler war, der am Sonntag mit 65 die meisten Ballkontakte aller Kölner Profis hatte. „Das war ein schweres Spiel für Torhüter, weil der Platz nass war und es permanent regnete“, sagte der Ersatzmann für den verletzten Faryd Mondragon. Zudem wurde erstmals mit dem neuen WM-Ball gespielt, den der Bremer Abwehrrecke Per Mertesacker leicht gequält als „Kanonenkugel“ bezeichnete. Kessler hatte nervös begonnen und vor allem bei hohen Bällen unsicher gewirkt, aber er stabilisierte sich im Laufe des Spiels. Sehr wahrscheinlich darf der 23-Jährige auch am kommenden Samstag in Freiburg ran, da die Oberschenkelprobleme Mondragons ein Training des Kolumbianers wohl bis Ende der Woche unmöglich machen.

Die Vorgabe für die zwei abschließenden Hinrundenspiele in Freiburg und zuhause gegen Nürnberg ist klar. „Wir wollen zwei Siege“, sagt Lukas Podolski und sein Trainer ergänzt: „Wir spielen jetzt gegen Mannschaften auf Augenhöhe. Wenn wir uns so präsentieren wie am Sonntag, dann brauchen wir keine Angst zu haben.“ Michael Meier korrigierte derweil das angestrebte Ziel von 20 Punkten bis zur Winterpause nach unten - vielleicht auch, um den Druck von Zvonimir Soldo zu nehmen. „Sie sind noch möglich“, so der Manager, „aber mit 17 Punkten wären wir voll im Soll.“



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